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Sonntag, den 25. Oktober 2009 um 14:45 Uhr
„Müssen Talent nutzen und fördern“
Von Sebastian Hader   
Schon während seiner aktiven Laufbahn hatte Derrick Taylor stets eine genaue Vorstellung davon, wie das Spiel seiner Mannschaft aussehen sollte. Als neuer Headcoach des Nürnberger Basketball Clubs kann er darauf von der Seitenlinie aus zwar nur noch bedingt Einfluss nehmen, die Handschrift des 45-Jährigen scheint jedoch bereits erkennbar. Nach seiner Heimpremiere in Nürnberg führte COURT-VISION.DE ein kurzes Gespräch mit Taylor.

Erfolgreiches Trainerdebüt für Derrick Taylor beim Nürnberger Basketball Club. Foto: Sportfoto Zink

Erfolgreiches Trainerdebüt für Derrick Taylor beim Nürnberger Basketball Club. Foto: Sportfoto Zink

115:80 gegen Wolfenbüttel: Glückwunsch zum gelungenen Einstand als Trainer des NBC. Bist Du zufrieden mit dem, was Du gesehen hast?


Derrick Taylor: „Für den Anfang war das ganz ok. Aber wir haben viele kleine Fehler gemacht, die gegen stärkere Gegner in der Pro B sofort bestraft werden. Die Mannschaft ist sehr enthusiastisch –
in jedem Training. Sie besitzt sehr viel Potenzial und Talent. Talent, das wir nutzen und vor allem fördern müssen. Wir müssen jetzt die nächsten Schritte für die Zukunft machen. Das ist eine Frage der Zeit, aber es liegt noch viel Arbeit und ein langer Weg vor uns.“

Testspieler Robinson Louisme, der zuletzt in Breitengüßbach noch eher unglücklich agierte, hat heute ebenfalls sein Potenzial angedeutet. Wie geht es mit ihm weiter?

Derrick Taylor: „Er passt gut in unser System. Er kann auf beiden Center-Positionen spielen, so einen Mann brauchen wir. Man darf auch nicht vergessen, dass er noch sehr jung ist, quasi ein Baby. Er ist sehr athletisch und ein guter Rebounder, aber ihm fehlt noch der Feinschliff. Ich denke, er wird mit der Zeit immer besser werden. Momentan würde ich deshalb davon ausgehen, dass er bleibt.“

Worauf wurde im Training besonders Wert gelegt, seit Du die Arbeit beim NBC aufgenommen hast?

Derrick Taylor: „Wir haben in den bisherigen Trainingseinheiten unter meiner Leitung mehr oder weniger ausschließlich an unserer Verteidigung gearbeitet. Um aus unseren jungen Beinen Kapital in Form von Fastbreaks und einfachen Korblegern schlagen zu können, müssen wir als Mannschaft hart verteidigen und gut rebounden. Das hat gegen Wolfenbüttel phasenweise schon gut funktioniert und wird auch künftig ein wichtiges Mittel sein.“

Wie schätzt Du Bastian Doreth ein, der wie Du zu Deiner aktiven Zeit die Rolle des Spielmachers und Leaders im Team inne hat?

Derrick Taylor: „Basti ist ein sehr guter, sehr aggressiver Verteidiger und bringt, was noch viel wichtiger ist, eine Sieger-Mentalität mit. Er muss noch viel lernen, aber ich bin mir sicher, dass er seinen Weg machen wird, wenn er weiter hart an sich arbeitet.“

Sind die Personalplanungen nach der Verpflichtung von Mario Göhring nun endgültig abgeschlossen?

Derrick Taylor: „Ja, damit sind wir komplett. Mario war zuletzt leicht angeschlagen und saß deshalb nur auf der Bank. Ich denke, er wird in den nächsten ein bis zwei Wochen einsatzbereit sein und unserem Backcourt als erfahrener Spieler noch mehr Tiefe verleihen.“