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| Sonntag, den 21. Februar 2010 um 14:12 Uhr |
| Starkes Morris-Debüt reicht nicht |
| Von Thomas Lambertz |
Eine starke erste Halbzeit hat den Giants Nördlingen bei den Crailsheim Merlins nicht gereicht, die dringend benötigten Punkte mit ins Ries zu nehmen. Ein schwaches drittes Viertel brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße, verschaffte den Merlins den neunten Sieg (93:78) im zehnten Heimspiel und macht das nächste Spiel der Giants am kommenden Samstag gegen den USC Freiburg zum ersten Endspiel um den Ligaerhalt.![]() Gerüchte ranken sich um die Zukunft des in Crailsheim nicht eingesetzten Rob Ferguson. Foto: Klaus Hofmann Vor 1.100 Zuschauern machten die Gäste im zweiten Viertel zunächst da weiter, wo sie aufgehört hatten. Zwar kassierten sie durch den Topscorer des Abends, Jejuan Plair, gleich einen Dreier, doch ließen die Giants sich dadurch nicht aus dem Tritt bringen. Leo Niebuhr agierte stark und gemeinsam mit dem effektivsten Nördlinger Spieler, Neuzugang Donovan Morris, sowie Benjamin Fumey hielt man die Merlins auf Trab (24:33). Doch dann kehrte der erste Schlendrian ins Spiel der Giants ein. Grundlos und beinahe kampflos erlaubte man den Crailsheimern neun Punkte in Folge. Watson sorgte mit fünf Punkten zwar für Entlastung, den verdienten Halbzeitgewinn jedoch ließen sich die Nördlinger nehmen. Merlin John Bynum beschloss mit seinem Treffer zum 39:38 eine aufregende und spannende erste Derbyhälfte, die aus Nördlinger Sicht positiv überraschte. Nach dem Seitenwechsel dauerte es allerdings drei Minuten, bis durch Niebuhr Punkte erzielt werden konnten. Die Hohenloher hatten bis dahin nicht wirklich viel mehr Treffsicherheit bewiesen, den Vorsprung aber schon auf ein 45:40 ausbauen können. Dann kam es aber knüppeldick für die Rieser: Sechs Minuten ausgelassener Chancen, teilweise auch Wurfpech, schlechter Verteidigung und einer nun heiß laufenden Crailsheimer Mannschaft brachten die Nördlinger um einen Achtungserfolg. 15:0 watschten die Merlins ihre Gäste in dieser Phase ab, das resultierende 60:40 (29. Minute) war zugleich die Vorentscheidung. Im Schlussviertel wiederum spielten die Gäste wie aus einem Guss. 33:33 endete der letzte Abschnitt, was gegen ein konditionelles Tief bei den Riesern im dritten Abschnitt spricht. Es war ein unerklärlicher Blackout der Giants, die im großen und ganzen eine ordentliche Mannschaftsleistung ablieferten. „In der entscheidenden Phase haben wir in der Defense nicht gut gestanden. Trotzdem haben wir uns nicht aufgegeben und weiter gekämpft“, konstatierte Teammanager Leo Emmert. Zum Aufgeben besteht nach den beiden guten Spielen gegen Karlsruhe und Crailsheim auch kein Grund, vonnöten wird aus Nördlinger Sicht aber ein baldiges Erfolgserlebnis sein. Crailsheim Merlins: Plair (19), Dörr (15), Bynum (14), Brooks (12), McAndrew (10), Zuiderveen (8), Reibel (4), Cadmus (3), Imberi (3), Olapido (3), Beyer (2), Debelka Giants Nördlingen: Morris (17), Archibald (14), Watson (14), Fumey (13), Heindel (9), Niebuhr (8), Liyanage (3), Eichler, Michael, Tesfaldet Ausführliches Scouting |