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Montag, den 09. November 2009 um 13:31 Uhr
Komatöse Leistung!
Von Nils Pelikan   
Ein wahrer Offenbarungseid, den die Bamberger da gegen keineswegs überragende Berliner abgeliefert haben. Leidenschaftslos und eigensinnig die Spielweise der Heimmannschaft.

Insgeheim hatte ich mir zur Halbzeit gewünscht, dass Wolfgang Heyder das Coaching übernimmt, als er in die Kabine stürmte. Der Wunsch blieb Vater des Gedanken, stattdessen stieg die Bamberger Leistungskurve nur minimal an und man versuchte sein Glück weiter aus der Distanz – vergeblich! Wenigstens defensiv zeigte man sich ein bisschen engagierter als in der ersten Halbzeit, hauptsächlich ein Verdienst von Beckham Wyrick. Im Angriff dagegen weiterhin nur Eins-gegen-Eins, kein Team-Basketball und ein Brian Roberts, der auf der Aufbauposition eine schlechte Imitation von Filiberto Rivera ablieferte. Dazu ein stets zu langsamer Elton Brown, dem eine Rolle als Parkwächter besser gestanden hätte als die des startenden Centers. Während meines Zivildienstes im Altenheim habe ich schon Bettlägerige gesehen, die sich mehr bewegt haben als die Brose Baskets in ihren Angriffssystemen – eine komatöse Leistung!

Bester Bamberger war mit Abstand der junge Tibor Pleiß, der zusammen mit Karsten Tadda und “Becks“ Wyrick zumindest Einsatz zeigte, was nicht allen Spielern im Brose-Trikot anzusehen war. Ich jedenfalls bin gespannt, wie sich die Lage weiterentwickelt. Sollte Chris Fleming tatsächlich gehen müssen? Eigentlich sollte ein Spiel gegen ALBA Berlin genügend Motivation für jeden Spieler mitbringen, aber vielleicht schafft es der Trainer auch einfach nicht, das Feuer in den Spielern zu entfachen.

Vielleicht würde aber auch schon eine Umstellung der Startformation ausreichen. Statt mit fünf offensiv orientierten Spielern zu beginnen, wäre es entsprechend Flemings Ankündigung wohl wirklich sinnvoller, mit Beckham Wyrick zu starten. Bereits letzte Saison hatte sich die Beförderung von “Becks“ in die erste Fünf ja als erfolgreicher Schachzug erwiesen. Trotz aller taktischer Plänkeleien sollte jedoch klar werden, dass zuerst einmal der Einsatz stimmen muss. Wie heißt es so schön: No pain, no gain!