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Samstag, den 12. November 2011 um 23:56 Uhr
Würzburger lassen Göttingen keine Chance
Von Michael Will (Foto: Gerd Ulherr)   


Deutlicher hätte der 30. Heimsieg in Serie für die s.Oliver Baskets kaum ausfallen können. Vor 3.140 Zuschauern gewannen die Hausherren in der wie gewohnt ausverkauften s.Oliver Arena mit 92:60 (48:29) gegen das überforderte Tabellenschlusslicht BG Göttingen. Bei einem Sieg der Brose Baskets am Sonntag gegen die Telekom Baskets Bonn würde Würzburg mit dem Erfolg auf den zweiten Platz der Beko BBL klettern.


„Auch wenn wir heute gegen mein ehemaliges Team gespielt haben, freue ich mich natürlich über den Sieg. Ich wünsche den Göttingern aber ein gute Saison“, meinte Baskets-Center Jason Boone nach Spielende. Von Beginn an zeigten die Hausherren, dass sie keine Gastgeschenke verteilen würden. Nach gut einer Minute waren sie durch zwei erfolgreiche Distanztreffer von Ivan Elliott und Chris Kramer bereits mit 6:0 in Führung gegangen. Damit war der ungefährdete Start-Ziel-Sieg eingeleitet. Nur acht Minuten lang konnten die “Veilchen“ halbwegs dagegenhalten, bevor die Gastgeber Schritt für Schritt immer weiter davonzogen.

„Im zweiten Viertel sind wir aufgrund mangelnder Wechselalternativen müde geworden. Wir haben dann nicht immer die besten Entscheidungen getroffen“, analysierte BG-Coach Stefan Mienack: „Wir hatten zwar einen Offensivrebound mehr als Würzburg, aber 19 Ballverluste waren einfach zu viel.“ Würzburgs Trainer John Patrick hatte dagegen noch andere Gründe für die anfängliche Gegenwehr ausgemacht: „Wir haben das Spiel heute nach 15 Minuten deutlich kontrolliert. Anfangs hatten wir noch etwas Probleme mit den Göttinger Fastbreaks und der Zonenverteidigung. Aber nach ein paar Umstellungen hatten wir das auch im Griff.“

Kramer und Harris ragen heraus

So war für die Zuschauer die einzig spannende Frage, ob am Ende die 100-Punkte-Grenze geknackt werden würde. Bei den Niedersachsen wehrten sich in erster Linie Aufbauspieler Paris Horne und Center Raymond Sykes, dem mit zehn Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double gelang, gegen die drohende Schlappe. Wie schon vor der Partie gemutmaßt, fanden die Göttinger kein Mittel gegen die aggressive Verteidigung der Franken. Auf Seiten der Baskets spielten indes allen voran Chris Kramer und Ricky Harris stark auf.

Verteidigungschef Kramer fand dennoch auch einen Kritikpunkt: „Das war heute ein großer Sieg für das Team. Die Zuschauer hier sind phantastisch. Das erinnert mich immer an meine Zeit am College. Der Schlüssel zu unserem Spiel liegt in der Verteidigung. Da gibt es trotz des Sieges noch einiges zu verbessern. Wir dürfen jedenfalls keine 18 Offensivrebounds zulassen.“ Mit 21 Punkten war Würzburgs Scharfschütze Ricky Harris Topscorer des Abends, wobei er seine Punkte mit sieben Treffern ausschließlich von jenseits der Dreipunktelinie.

Boone: Jeder spiel für den anderen

Einmal mehr trugen aber auch die Bankspieler nicht unerheblich zum Erfolg bei. Jason Boone zur Unterstützung durch seine Mitspieler: „Wir hatten heute wieder eine Menge Energie von der Bank bekommen. Besonders Robert Tomaszek hat heute sehr stark gespielt. Das Teamplay ist auch unsere große Stärke. Bei uns spielt jeder für den anderen. Da interessieren keine persönlichen Statistiken.“ Nach der starken Vorstellung ihrer Mannschaft wurden von den Zuschauern erneut sämtliche Titelwünsche besungen, doch Trainer Patrick warnt: „Es ist noch früh in der Saison. Da kann noch viel passieren. Wir haben jetzt einige Auswärtsspiele vor uns. Der nächste Charaktertest erwartet uns in sechs Tagen in Braunschweig.“

s.Oliver Baskets: Harris (21), Kramer (15), Elliott (12), Jacobson (11), Boone (9), Tomaszek (8), Brown (7), Henneberger (4), Little (3), Clay (2), King
BG Göttingen: Horne (17), Sykes (10), Ahelegbe (10), Noch (7), Mafra (6), Dale (6), Chikoko (2), Saunders (2), Herwig, Markert, Donkor
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