| Freitag, den 11. November 2011 um 11:48 Uhr |
| Wiedersehen in der s.Oliver Arena |
| Von Michael Will (Foto: Gerd Ulherr) |
![]() Mit dem Gewinn der EuroChallenge im Jahr 2010 waren die Neu-Würzburger Jason Boone, Ben Jacobson, John Little und allen voran Trainer John Patrick in Göttigen zu Basketballhelden geworden. Am Samstag um 19.00 Uhr wird es nun für die Vier in der ausverkauften s.Oliver Arena zum ersten Aufeinandertreffen mit ihrem ehemaligen Team kommen. Das Wiedersehen wird allerdings begleitet sein von Trauer. BG-Spieler Marco Grimaldi, der vier Jahre unter der Regie von John Patrick gespielt hatte, verlor kürzlich auf tragische Weise seine Schwester und seine Lebensgefährtin. Beide waren vor zwei Wochen auf dem Heimweg vom Auswärtsspiel in Gießen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Heimspielen gegen die Telekom Baskets Bonn und ratiopharm Ulm werden die s.Oliver Baskets als Tabellendritter der Beko Basketball Bundesliga gegen das aktuelle Schlusslicht als klarer Favorit in die Partie gehen. Die jüngsten Erfolge der Mannschaft haben dem in Unterfranken ohnehin schon bestehenden Basketballboom noch einmal einen gehörigen Schub verpasst. So war es am vergangenen Montag an der Vorverkaufsstelle baller's planet zu einem wahren Belagerungszustand gekommen, als der Ticketverkauf für das Derby gegen die Brose Baskets begann. Nach nur zwei Stunden waren bereits alle Karten vergriffen. Ein ähnlicher Run wird auch für den kommenden Montag erwartet, wenn um 10.00 Uhr der Vorverkauf für das Heimspiel gegen den FC Bayern München startet. Göttingen mit erst einem Sieg Bei den Anhängern der “Veilchen“ dürfte die Euphorie aufgrund der aktuellen sportlichen Leistungen deutlich geringer ausfallen. Mit dem Wechsel von Cheftrainer John Patrick an den Main verließ die Südniedersachsen auch der Erfolg. Von den ersten sieben Spielen dieser Saison konnten sie erst eine Begegnung (93:71 gegen Ludwigsburg) als Sieger beenden. Auch beim EuroChallenge-Auftakt musste sich Göttingen in dieser Woche mit 76:82 bei BC Armia Tiflis geschlagen geben. Trainer Stefan Mienack zeigte sich nach der Begegnung dennoch mit der Vorstellung seiner Mannschaft durchaus zufrieden und richtete seinen Blick auf die Partie gegen die Mainfranken: „In Georgien haben wir gutes Teamspiel gezeigt, den Ball gut laufen lassen und gute Entscheidungen getroffen. Daran müssen wir anknüpfen. Würzburg zählt zu den besten Offensivrebound-Mannschaften der Liga, deshalb müssen wir aber beim Defensivrebound eine Schippe drauf legen.“ Sorgen bereitet Mienack allerdings der Ausfall gleich mehrerer Spieler. Am Samstag werden beim Playoff-Teilnehmer des Vorjahres voraussichtlich Max Weber, Nico Adamczak, Kyle Bailey und Marco Grimaldi ausfallen. “Veilchen“ erzielen im Schnitt nur 68,7 Punkte Entsprechend groß lastet der Druck auf den übrigen Spielern. Offensiv wird die BG derzeit hauptsächlich von drei US-Amerikanern getragen, die als einzige Spieler im Kader im Durchschnitt zweistellig Punkten. Topscorer der Norddeutschen ist Guard Louis Dale mit einem Schnitt von 13,7 Punkten pro Partie. Dicht gefolgt von Center Raymond Sykes und Aufbauspieler Paris Horne, die auf je 13,4 Zähler kommen. Im bisherigen Saisonverlauf zeigte die BG aber gerade bei ihren Offensivaktionen noch Verbesserungspotential. Trotz der 93 Punkte beim Sieg gegen Ludwigsburg kommen die “Veilchen“ im Schnitt insgesamt auf lediglich 68,7 Punkte pro Partie. Eine deutliche Steigerung im Angriffsspiel wird für die Gäste also nötig sein, wenn sie gegen die starke Verteidigung der Baskets nicht untergehen wollen. |