| Freitag, den 04. November 2011 um 11:47 Uhr |
| Topspiel der Überraschungsteams in Würzburg |
| Von Michael WIll (Foto: Sebastian Hader) |
![]() Wohl kaum jemand hätte vor der Saison erwartet, dass das Spitzenspiel am siebten Spieltag der Beko Basketball Bundesliga in Würzburg stattfinden wird. Dort trifft am Samstag um 19.00 Uhr in der bereits ausverkauften s.Oliver Arena ratiopharm Ulm als Tabellendritter auf die viertplatzierten s.Oliver Baskets. Beide Mannschaften konnten die Liga bisher mit starken Leistungen verblüffen. Während der im Schatten des FC Bayern München in die Beko BBL aufgestiegene Gastgeber erst zwei Niederlagen hinnehmen musste, unterlag der Tabellen-14. des Vorjahres bisher nur Topfavorit Bamberg. „Ulm hat eine starke Mannschaft. Besonders John Bryant und Per Günter sind sehr gute Spieler. Es wird darauf ankommen, welche Mannschaft aggressiver spielt“, hatte Würzburgs John Little nach dem Spiel gegen Bonn seinen Fokus bereits auf den kommenden Gegner gerichtet. Gerade die Statistiken des US-Amerikaners Bryant sind durchaus beeindruckend. Der Center erzielte in den bisherigen Partien im Schnitt 15,2 Punkte und griff 10,7 Rebounds ab. Damit ist er der zurzeit effektivste Spieler der Liga. Günther einer der besten Point Guards der Liga Kopf des Teams und der verlängerte Arm von Cheftrainer Thorsten Leibenath ist jedoch der 23-jährige Günther, laut Patrick einer der besten Point Guards der Liga. Der zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft zählende Deutsche überzeugt besonders durch seine Schnelligkeit, seine Übersicht und als treffsicherer Distanzschütze (44,4 Prozent). Gemeinsam mit Ulms Topscorer Isaiah Swann (18,5 Punkte pro Partie) bildet Günther das gefährliche Backcourtduo. Komplettiert wird die Ulmer Startformation durch die amerikanischen Flügelspieler Steven Michael Esterkamp und Dane Watts, die zusammen im Schnitt über 20 Punkte pro Begegnung beisteuern. Leibenath hat sich Strategie zurechtgelegt „Es ist kein Zufall, dass Ulm fünf der ersten sechs Spiele gewonnen hat. Sie haben eine gefährliche und ausgeglichene Mannschaft mit sehr vielen guten Spielern. Es gibt kaum Schwachpunkte. Man darf keinen Spieler offen stehen lassen. Es wird eine große Herausforderung für uns“, beurteilt John Patrick den Gegner. Sein Gegenüber Thorsten Leibenath hat sich bereits eine Strategie gegen das unterfränkische Verteidigungsbollwerk zurechtgelegt: „Würzburg ist das Team, das die meisten Ballverluste bei seinen Gegner provoziert. Wir wollen nicht in die Falle tappen und zu häufig den Ball verlieren. Die aggressive und druckvolle Defense der Würzburger eröffnet uns aber auch Chancen. Wir werden versuchen, die sich ergebenden Lücken selbst zu attackieren.“ Fans ein entscheidender Faktor Der Aufsteiger dürfte indes am letzten Spieltag mit dem Sieg über die bis dato ungeschlagenen Telekom Baskets Bonn eine gehörige Portion Selbstvertrauen getankt haben. Oliver Clay, der gegen die Rheinländer seine bisher beste Leistung zeigte, warnt aber bereits: „Gegen Ulm wird es vielleicht noch schwerer als gegen Bonn.“ Zu einem entscheidenden Faktor könnten wieder die 3.140 Zuschauer werden. In der von Bonns Trainer Mike Koch zur „lautesten Halle der Liga“ gekürten rot-weißen-Hölle wird schließlich ganz nebenbei auch noch zum 29. Mal der Heimnimbus verteidigt. So baut auch Publikumsliebling Christoph Henneberger auf die Unterstützung der Anhänger: „Mit unseren Fans im Rücken haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.“ |