| Samstag, den 07. Januar 2012 um 11:58 Uhr |
| Heimspiel in Tübingen |
| Von Michael Will (Foto: Gerd Ulherr) |
![]() Etwa 250 Würzburger Fans wollen die Auswärtspartie der s.Oliver Baskets am Sonntag um 17.00 Uhr bei den WALTER Tigers Tübingen zu einem Heimspiel machen. Auch wenn sich bei den unterfränkischen Anhängern durch die letzten Auswärtsauftritte ihrer Mannschaft eine spürbare Skepsis ausgebreitet hat, soll mit dieser Unterstützung in der Paul-Horn-Arena die Serie von sechs Auswärtsniederlagen beendet werden. Tigers-Manager Robert Wintermantel freut sich bereits auf die zahlreichen Gäste: „Es ist toll, dass so viele aus Würzburg nach Tübingen kommen. Das verspricht eine schöne Atmosphäre zu werden.“ Mit einem Auswärtserfolg am Neckar würde der Aufsteiger eine letzte theoretische Chance auf die Teilnahme am Pokal wahren. Um den sechsten Platz zu erreichen, müssten aber zugleich zwei der direkten Konkurrenten Oldenburg, Braunschweig oder der FC Bayern München am 17. Spieltag verlieren. Nach dem Heimsieg über ALBA Berlin setzt Baskets-Trainer John Patrick auf einen mentalen Schub: „Ich hoffe, dass wir in Tübingen mit mehr Selbstvertrauen spielen als in unseren letzten Auswärtsspielen. Das war auswärts bisher unsere Achillesferse. Zuhause bekommen wir den zusätzlichen Push und die Motivation durch unsere Fans. Es wird auch wichtig sein, dass wir viel Energie von der Bank bekommen. Wir brauchen den Sieg, um noch eine Chance auf den Pokal zu haben, und es wäre großartig, die erste Saisonhälfte mit zehn Siegen zu beenden.“ Perovic sieht Vergleich als Feuertaufe Doch auch vor der letzten Auswärtspartie bei den Eisbären Bremerhaven hatte man sich nach dem Sieg gegen den FC Bayern München genau dieses Selbstvertrauen erhofft. Auf fremdem Parkett war die Siegeseuphorie aber sehr schnell wieder verflogen. Dennoch backt man derzeit beim schwäbischen Gegner noch deutlich kleinere Brötchen. Auf dem 13. Tabellenplatz liegen sie derzeit nur einen Sieg vor dem Vorletzten der Beko BBL, der TBB Trier. „Für uns wird es eine wahre Feuertaufe, gegen diesen starken Gegner bestehen zu können“, schiebt der ehemalige Würzburger Spieler und heutige Trainer der WALTER Tigers, Igor Perovic, folglich dem Aufsteiger die Favoritenrolle zu. Während der Saisonvorbereitung im September unterlag Perovics Mannschaft in der s.Oliver Arena bereits mit 50:74. Gut besetzte und talentierte Mannschaft Damals konnte Tübingen allerdings noch nicht auf Pavelas Cukinas zurückgreifen. Der litauische Center wurde erst nach dem sechsten Spieltag verpflichtet. Gemeinsam mit den US-Amerikanern Tyrone Nash, Vaughn Duggins, Louis Campbell und Reggie Redding bildet er seitdem die Anfangsformation. Die fünf Starter sorgten bisher, genauso wie der sechste Mann Joshua Young, für durchschnittlich rund zehn Punkte pro Partie. Vervollständigt wird die Rotation in erster Linie durch Adnan Hodzic, Nicolai Simon und Ruben Spoden. „Seit der Verpflichtung von Cukinas gehört Tübingen zu den besseren Teams der Liga. Sie haben eine gut besetzte und talentierte Mannschaft“, analysiert Patrick den Gegner. „Lou Campbell ist seit Jahren einer der besten Aufbauspieler der Liga. Mit Tyrone Nash, Vaughn Duggins und Reggie Redding haben sie einige sehr athletische und treffsichere Rookies.“ |