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Donnerstag, den 27. Oktober 2011 um 15:36 Uhr
Hält die Serie auch gegen den Tabellenführer?


Fast zwei Jahre sind die Würzburger in ihrer s.Oliver Arena ungeschlagen. Am Samstag könnte diese Serie allerdings ernsthaft ins Wanken geraten, wenn um 19.00 Uhr der derzeitige, noch unbesiegte Tabellenführer aus Bonn zum sechsten Saisonspiel gastiert. Die Partie wird erneut vor ausverkauften Rängen stattfinden. Bereits am Mittwoch waren die letzten der 3.140 Tickets verkauft worden.


Die Telekom Baskets Bonn sind ohne Frage das Überraschungsteam der noch jungen BBL-Spielzeit. Nachdem die Mannschaft von Cheftrainer Michael Koch die Vorsaison auf einem enttäuschenden 13. Rang beendet und damit die Playoffs verpasst hatte, waren im Sommer nahezu alle Spieler ausgetauscht worden. Einzig der laut Würzburgs Cheftrainer John Patrick „wahrscheinlich beste Center der BBL“, Chris Ensminger, sowie die beiden Nachwuchsspieler Fabian Thülig und Jonas Wohlfarth-Bottermann wurden gehalten. Viele Experten hatten den Rheinländern deshalb eine schwierige Saison vorausgesagt.

Patrick: Schwierig, Schwachpunkte zu finden


Mit dem aus Rhodos zurückgekehrten Spielmacher Jared Jordan und Power Forward Tony Gaffney, der bereits mit den Boston Celtics im NBA-Finale 2010 stand, verstärkte sich der aktuelle Spitzenreiter jedoch erstklassig. Zusammen mit den ebenfalls neuverpflichteten litauischen Scharfschützen Benas Veikalas und Simonas Serapinas gelang es, eine mehr als konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. „Es ist sehr schwierig, Schwachpunkte zu finden, wenn eine gegnerische Mannschaft so stark aufgestellt ist“, analysiert John Patrick den kommenden Gegner. „Bonn spielt als Team zusammen, sie zeigen einen spektakulären und schnellen Basketball.“ Dabei hatten es die Bonner bei ihren bisherigen fünf Siegen keineswegs mit leichten Gegnern zu tun. Nach dem furiosen Sieg am ersten Spieltag gegen Meisterschaftskandidat Bayern München folgten weitere in Hagen, gegen Gießen, in Frankfurt sowie zuletzt gegen Playoff-Kandidat Oldenburg.

King trifft auf alten Arbeitgeber

Im Kader der s.Oliver Baskets gibt es nichtsdestotrotz einen Spieler, der dem schweren Heimspiel am Samstag regelrecht entgegen fiebert. Bedeutet es doch für Alex King ein Wiedersehen mit seinem vorherigen Arbeitgeber: „Natürlich freue ich mich auf dieses Spiel. Es wird ein Highlight für mich, gegen meinen Ex-Verein zu spielen. Die Trennung war sehr harmonisch, ich habe immer noch guten Kontakt zu den Bonner Verantwortlichen.“ Mit einem Sieg des Aufsteigers gegen den Spitzenreiter würde das Wahrzeichen der Stadt, die Festung Marienberg, wohl langsam aber sicher einen Rivalen in der Stettiner Straße bekommen.