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Sonntag, den 06. November 2011 um 11:40 Uhr
Brown rettet Würzburger Heimserie
Von Michael Will (Foto: Sebastian Hader)   


Das Spitzenspiel des siebten Spieltages in der mit 3.140 Zuschauern ausverkauften s.Oliver Arena hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Nach einer ausgeglichenen und hochspannenden Partie konnten sich die s.Oliver Baskets aus Würzburg gegen ratiopharm Ulm buchstäblich in letzter Sekunde mit einem 61:59 (32:33) durchsetzen und damit ihren 29. Heimerfolg in Folge sichern.


„Heute hätten beide Mannschaften den Sieg verdient gehabt. Wir hatten in der Schlussphase mehr Glück als Ulm“, so Baskets-Trainer John Patrick. Dessen Mannschaft startete zunächst gut in die Partie. Die Ulmer schienen in der Anfangsphase überrascht von der hohen Intensität der Gastgeber, die mit zwei Dreiern von Elliott und Little loslegten. Nach dem gegnerischen Anfangslauf konnten die Schwaben nach neun Minuten durch einen Distanztreffer von Keaton Nankivil erstmals zum 15:15 ausgleichen. Dies war zugleich auch der Beginn eines bis zum Spielende andauernden Krimis.

Lediglich im zweiten Viertel konnte sich Ulm kurzzeitig durch einen 8:0-Run auf 33:24 absetzen. Eineinhalb Minuten vor Ende der Halbzeit beendete Chris Kramer jedoch den Lauf der Gäste durch zwei verwandelte Freiwürfe. Sofort darauf legte Ivan Elliott zwei wichtige Dreipunktewürfe nach und brachte sein Team damit bis zur Pause wieder auf einen Punkt heran. Elliott dazu: „Ich stand zweimal offen an der Dreierlinie. Meine Mitspieler haben das in dieser Situation gut gesehen und den Ball zu mir gepasst.“

Foulprobleme auf Ulmer Seite

Nach dem Seitenwechsel geriet Ulm innerhalb von wenigen Minuten in große Foulprobleme. Denn ab der 23. Spielminute erhielten innerhalb von drei Minuten Isaiah Swann, John Bryant und Dane Watts jeweils ihr viertes Foul. Gästetrainer Thorsten Leibenath: „Wir hatten einige entscheidende Spieler mit Fouls. Aber die Bankspieler Michael Wenzl und Roderick Trice sind gut eingesprungen.“ Acht Minuten vor dem Ende hielten die Zuschauer kollektiv geschockt den Atem an, als Würzburgs Chris Kramer ohne Fremdeinwirkung zusammenbrach und verletzt vom Parkett getragen wurde. Coach Patrick zur Verletzung: „Es war heute sehr heiß in der Halle. Chris hat in beiden Beinen Krämpfe bekommen. Es geht ihm schon wieder gut.“

Der verletzte US-Amerikaner musste die folgenden dramatischen Schlussminuten dennoch von der Bank aus mitansehen. Es waren die Minuten von Gilbert Brown. Der Flügelspieler brachte die s.Oliver Baskets zunächst zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene durch einen Distanzwurf mit einem Punkt in Führung. Nachdem die Gäste geantwortet hatten, drehte Jason Boone per Tip-Dunk den Spielstand erneut. 51 Sekunden vor dem Ende aber verwandelte Bryant für die Schwaben dann nur einen von zwei Freiwürfen zum 59:59-Ausgleich. Mit einem Tip-In sorgte Matchwinner Brown bei noch verbleibenden zwei Sekunden schließlich für den Endstand.

Patrick lobt Brown

„Es freut mich heute für Gil. Für ihn als Rookie ist die Eingewöhnung nicht leicht. Er hat heute für uns die wichtigen Punkte gemacht“, so John Patrick. Sein Gegenüber Thorsten Leibenath äußerte dagegen enttäuscht: „Das war heute ein sehr, sehr umkämpftes und von der Defensive geprägtes Spiel. Trotz der niedrigen Punktzahl war es aber eine hochklassige Begegnung. Die Statistiken beider Mannschaften sind völlig ausgeglichen, deshalb ist das für uns eine bittere Niederlage.“

s.Oliver Baskets: Elliott (13), Harris (12), Little (10), Jacobson (7), Boone (7), Kramer (6), Brown (6), King, Tomaszek, Clay
ratiopharm Ulm: Nankivil (13), Esterkamp (11), Trice (8), Günther (8), Bryant (6), Watts (4), Wenzl (4), Swann (3), Betz (2), Mason-Griffin, Oladipo
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