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Samstag, den 28. Januar 2012 um 10:49 Uhr
Bayern lassen Punkte in Tübingen
Von Christian Gadenne (Foto: Sebastian Hader)   


Der FC Bayern München bringt in der Beko Basketball Bundesliga auswärts weiterhin kein Bein auf den Boden. Zum Auftakt des 19. Spieltages unterlag die Mannschaft von Headcoach Dirk Bauermann bei den WALTER Tigers Tübingen mit 65:80 (27:35). Während sich die Gastgeber mit dem Sieg im Tabellenkeller etwas Luft verschafften, verließen die Münchener des Gegners Platz im neunten Anlauf zum achten Mal als Verlierer.


„Glückwunsch an die Tübinger. Sie hatten heute defensiv einen hervorragenden Plan, mit dem wir uns über 40 Minuten schwergetan haben. Tübingen hat geschickt verhindert, dass wir unseren Rhythmus gefunden haben. Dazu haben wir heute auch leichte Möglichkeiten vergeben. Wir waren von Beginn an nicht aggressiv genug. Tübingen hat mehr investiert, mutiger gespielt und deshalb auch verdient gewonnen“, wählte FCB-Cheftrainer Dirk Bauermann ungewohnt deutliche Worte. Die Tatsache, dass seine Mannschaft die Begegnung mit den Schwaben lediglich sieben Minuten lang ausgeglichen gestalten konnte, ließ allerdings auch kaum ein anderes Urteil zu. Auch die Maßnahme, den wiedergenesenen Je'Kel Foster und Jan-Hnedrik Jagla neben Kapitän Steffen Hamann, Demond Greene und Chevon Troutman in die Startformationen zu beordern, konnte aus Bayern-Sicht nicht verhindern, dass die Tigers in der Folge
durch einen 7:0-Lauf auf 20:13 davonzogen.

Neun Ballverluste und 32 Prozent aus dem Feld

Durch Nachlässigkeiten brachten sich die Münchener auch im weiteren Spielverlauf immer wieder selbst um ihre Möglichkeiten, während eine weitere 10:0-Serie den Hausherren ein erstes komfortables Polster (18:32) verschaffte. 14 Punkte betrug der Rückstand der Gäste zwischenzeitlich, über den starken Greene, der in der ersten Halbzeit mit neun Punkten bester FCB-Werfer war, konnte der Aufsteiger aus der bayerischen Landeshauptstadt zur Pause aber zumindest zum 27:35 verkürzen. Statistischer Beleg einer harmlosen ersten Bayern-Hälfte waren neun Ballverlusten sowie eine Trefferquote von 32 Prozent aus dem Feld (Tübingen 52 Prozent). Und auch nach dem Seitenwechsel blieb die Verunsicherung bei den “Bauermännern“ spürbar. Leichte Körbe der Schwaben ließen die Differenz schnell wieder ansteigen, ehe Tigers-Kapitän Louis Campbell die Bayern mit seinen Punkten zum 50:35 in der 28. Spielminute zu einer Auszeit zwang.

Tübinger verwalten ihren Vorsprung

Tübingen drohte sich weiter abzusetzen, als Jonathan Wallace erstmals in Erscheinung trat. In etwas mehr als einer Minute verwandelte der US-Amerikaner drei Würfe von jenseits der 6,75m-Linie, wodurch beide Teams wiederum nur noch ein einstelliger Wert trennte. Doch Tyrone Nash zeigte sich unbeeindruckt und dämpfte mit seinem zweiten Dreier den aufkommenden Jubel der mitgereisten Bayern-Fans. 45:58 lautete der Zwischenstand vor den letzten zehn Minuten. Im Schlussdurchgang bot sich ein unverändertes Bild. Sobald die Bayern in der Offensive Fahrt aufnahmen, hatte das Team von Igor Perovic die richtige Antwort parat. So verwalteten die Tübinger um den spielfreudigen Campbell ihren Vorsprung und gewannen das selbsternannte “Spiel des Jahres“ verdient mit 80:65.

WALTER Tigers Tübingen: Campbell (20), Nash (14), Redding (12), Young (11), Hodzic (8), Duggins (7), Cukinas (5), Simon (3), Albus
FC Bayern München: Wallace (17), Foster (12), Greene (9), Benzing (9), Troutman (8), Hamann (5), Homan (3), Jagla (2), Nadjfeji, Schwethelm
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