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| Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 17:00 Uhr |
| Weihnachts-Derby der Aufsteiger |
| Von Michael Will (Foto: Gerd Ulherr) |
![]() In vielerlei Hinsicht verbreitet die Begegnung der s.Oliver Baskets gegen den FC Bayern München Vorfreude: Weihnachtsspiel, Duell der Aufsteiger, bayerisches Derby SPORT1-Livespiel. Das Highlight des 14. Spieltages in der Beko BBL steigt am Freitag ab 18.05 Uhr vor den ausverkauften Rängen der s.Oliver Arena. Schon im letzten Jahr hatten sich die beiden damaligen Spitzenteams der Pro A packende Duelle geliefert. Mit dem Gastspiel in der s.Oliver Arena am sechsten Spieltag dürfte der FC Bayern keine allzu guten Erinnerungen verknüpfen. Mit 63:55 konnten die Unterfranken dem “Pro-A-Dreamteam“ die erste von insgesamt nur zwei Niederlagen zufügen. Das Rückspiel in München am 20. Februar dieses Jahres wurde gar zu einem Ereignis für die Ewigkeit. Die 12.200 Zuschauer in der Olympiahalle, darunter über 2.000 größtenteils per Sonderzug angereiste Würzburger, bedeuteten einen neuen Zweitligarekord. Zudem wurde der 82:75 Erfolg des späteren Pro-A-Meisters als erste Begegnung in dieser Spielklasse live im Bayerischen Fernsehen übertragen. In der Beko BBL wird es für die beiden Liganeulinge am 14. Spieltag aber zunächst darum gehen, einen Negativtrend zu beenden. Während John Patrick mit seiner Mannschaft nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur finden möchte, gilt es für Dirk Bauermann, die bisherige Auswärtsschwäche seines Teams zu überwinden und den zweiten Sieg in fremder Halle einzufahren. Bauermann zeigt sich optimistisch „Nach den guten Leistungen und Siegen in den letzten beiden Spielen gehen wir mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen in diese schwere Partie“, zeigt sich Münchens Trainer optimistisch. „Würzburg hat bisher eine sehr starke Saison gespielt und ist aufgrund der druckvollen und aggressiven Spielweise gerade in der s.Oliver Arena nur schwer zu schlagen. Aber wir fühlen uns gut gerüstet und freuen uns auf das Derby.“ Gut gerüstet haben sich die ambitionierten Oberbayern auch für ihr erstes Jahr in der Beko BBL. Mit dem Ziel, direkt zu den Topteams der Liga vorzustoßen, wurde der ohnehin schon namhafte Kader der Vorsaison weiter verstärkt. Den noch unter Vertrag stehenden ehemaligen Nationalspielern Steffen Hamann und Demond Greene wurden mit Robin Benzing, Philipp Schwethelm und Jan-Henrik Jagla weitere aktuelle zur Seite gestellt. Die internationalen Akteure Aleksandar Nadjfeji, Darius Hall und Jonathan Wallace wurden durch Je’Kel Foster, Ben Hansbrough, Chevon Troutman und Jared Homan verstärkt. Gerade die beiden Letztgenannten, während der laufenden Saison nachverpflichteten Big Men, bilden nach dem verletzungsbedingten Ausfall des bisherigen Topscorers Je’Kel Foster das Herz des Teams. Zurück auf dem Boden der Tatsachen Die Euphorie in der Residenzstadt wurde unterdessen, bedingt durch das schwere Dezember-Programm, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach den erwarteten Niederlagen in Oldenburg und gegen die Brose Baskets verlor man am vergangenen Sonntag auch in Hagen beim vermeintlich leichtesten Gegner der Vorweihnachtswochen. „Wenn wir im Dezember gegen eines der drei großen “B's“ gewinnen können, wäre das ein riesiger Erfolg“, hatte John Patrick schon Ende November seinen Weihnachtswunsch verraten. Gegen Bayern München sieht Patrick nun die Möglichkeit, dieses Ziel zu verwirklichen: „Wir haben zuhause vor unseren Fans gegen jede Mannschaft eine Chance, aber der FC Bayern mit Trainer Dirk Bauermann und seinen vielen guten Einzelspielern ist natürlich ein sehr starker Gegner.“ Vorfreude auf erstes TV-Heimspiel Angeführt von Patricks “Terror-Guards“ Ben Jacobson, Chris Kramer, John Little, Chester Frazier und Ricky Harris werden die Unterfranken erneut versuchen, den Gegner durch aggressives Pressing unter Druck zu setzen. Unter den Körben wird die Guard-Phalanx von Power Forward Ivan Elliott sowie den Centern Jason Boone und Robert Tomaszek unterstützt. Vervollständigt wird die Rotation durch Alex King, Oliver Clay, Maxi Kleber und Christoph Henneberger. Geschäftsführer Steffen Liebler freut sich bereits auf das erste TV-Heimspiel seiner s.Oliver Baskets: „Wir wollen gegen Bayern München alles daran setzen, eine neue Serie zu starten und nach den drei Niederlagen zuletzt wieder ein Erfolgserlebnis zu haben.“ |