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Sonntag, den 30. Oktober 2011 um 13:02 Uhr
Meister von 2009 stoppt Bayern-Vormarsch
Von Christian Gadenne / Sebastian Hader   


Nach zuletzt vier Siegen in Serie hat Aufsteiger Bayern München einen Rückschlag hinnehmen müssen. In einer stellenweise hochklassigen Begegnung musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Dirk Bauermann am Samstagabend den EWE Baskets Oldenburg mit 81:88 (39:40) geschlagen geben. Zum Matchwinner für den Meister von 2009 avancierte Bobby Brown, der 28 Punkte markierte.


Mit seinem Dreier zum 80:72 ebnete der US-Spielmacher in Diensten der Oldenburger seiner Mannschaft den Weg zum ersten Erfolgserlebnis nach zuvor drei Niederlagen am Stück. Die Bayern dagegen wirkten auf beiden Seiten des Feldes zu unentschlossen, als dass sie den Norddeutschen im weiteren Verlauf noch einmal ernsthaft hätten gefährlich werden können. Beispielhaft dafür stand Ronnie Burrells Tip-In-Dunk nach vergebenem Dreierversuch von Rickey Paulding: Während sich offensichtlich kein FCB-Akteur dafür verantwortlich fühlte, den Forward der Baskets vom Korb fernzuhalten, stieg der hoch und hämmerte den von Ring und Brett abtropfenden Ball zum 82:72 durch die Reuse – die Entscheidung.

Chance auf größeres Polster verpasst


„Wir haben uns von unserem durchaus schlechten Start gut erholt und waren lange Zeit auch gut im Spiel. Am Ende haben allerdings die Oldenburger die wichtigen Würfe verwandelt, uns ist das in der entscheidenden Phase nicht gelungen“, musste FCB-Headcoach Dirk Bauermann neidlos anerkennen, nachdem seine Mannschaft es bei vier Punkten Führung (70:66) im Schlussabschnitt versäumt hatte, sich ein größeres Polster zu schaffen.

Gestartet waren die Münchener in die nach Aussage ihres Trainers bislang schwierigste Aufgabe ebenfalls nur mäßig. Oldenburg indes brachte früh Emotionen und damit auch die 3.148 Zuschauer in der restlos ausverkauften EWE Arena ins Spiel. 15:25 hieß es in der Konsequenz nach den ersten zehn Minuten aus FCB-Sicht. Die Bayern aber zeigten eine Reaktion, kamen über variableres Defensivverhalten mit zeitweise vier deutschen Nationalspielern auf dem Feld auch offensiv in Gang und lagen kurz vor der Pause zwischenzeitlich sogar knapp in Front (39:38).

Zehn Troutman-Punkte in Serie

Die ersten vier Minuten des dritten Spielabschnitts gehörten dann dem erneut starken Chevon Troutman, der mit 13 Punkten und zehn Rebounds sein erstes Double-Double im Bayern-Trikot auflegte. Mit zehn Zählern in Folge brachte der US-Center sein Team wieder in Führung (49:47). Doch zum Ende des Viertels wie auch der gesamten Partie hatte der Meister von 2009 die Nase vorn. Andernfalls hätte wohl auch das Kuriosum des Spiels – nach einer Auszeit standen kurzzeitig sechs Münchener Spieler auf dem Parkett – für Gesprächsstoff gesorgt.

„Auch wenn der Schiedsrichter der Meinung war, den Ball zu früh freigegeben und uns damit die Chance zum Wechseln genommen zu haben, darf uns das natürlich nicht passieren“, schilderte Bauermann in seinem abschließenden Fazit die Situation. „Wir sind zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, nur nicht mit dem Ergebnis. Oldenburg hat eine starke Leistung gezeigt und am Ende sicher auch deshalb verdient gewonnen“, so der FCB-Headcoach nach der zweiten Niederlage in der laufenden Spielzeit.

EWE Baskets Oldenburg: Brown (28), Burrell (14), Hasbrouck (9), Sehovic (9), Chubb (8), Smeulders (8), Paulding (7), Majstorovic (5), Bahiense de Mello
FC Bayern München: Jagla (16), Benzing (13), Troutman (13), Nadjfeji (11), Greene (10), Foster (10), Hamann (4), Schwethelm (4), Hansbrough, Hall, Wallace
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