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| Sonntag, den 06. November 2011 um 18:46 Uhr |
| Letztes Viertel verdirbt guten Gesamteindruck |
| Von Christian Gadenne (Foto: Jürgen Wieber) |
![]() Trotz eines schwachen Schlussabschnitts mit nur vier erzielten Punkten haben die Basketballer des FC Bayern München auch ihr viertes Heimspiel der laufenden Beko-BBL-Saison gewonnen. Vor 5.813 Zuschauern besiegten sie die EnBW Ludwigsburg mit 61:55 (38:25). Von Beginn an übernahmen die Gastgeber die Kontrolle, führten zwischenzeitlich mit 23 Punkten und fuhren letztlich einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Kurz vor dem Tip-Off wurde es noch einmal ganz still im Audi Dome. FCB-Center Ruben Boumtje Boumtje, der aufgrund einer Herzerkrankung in der vergangenen Woche sein Karriereende erklären musste, war – mit Frau und Kind – auf das Spielfeld gekommen. Sportdirektor Marko Pesic überreichte ihm sein gerahmtes FCB-Trikot mit der Nummer 44. Das Münchener Publikum verabschiedete den Kameruner mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen. Mitspieler und Trainer umarmten ihn der Reihe nach und nahmen ihn beim letzten Teamkreis vor dem Spiel in die Mitte. Emotionalen Momenten folgten wenig später die ersten spielerischen, Chevon Troutman erzielte die ersten Zähler des Abends, Kapitän Steffen Hamann dunkte nach zwei Minuten zum 4:2. Kontinuierlich wuchs der Bayern-Vorsprung. Die Ludwigsburger fanden nur schwer ins Spiel und kam zunächst nur über Center John Bowler zu erfolgreichen Korbaktionen. Mit 20:10 führten die Gastgeber nach den ersten zehn Minuten. Angeführt vom kämpferischen Hamann setzten sich die Bayern im zweiten Durchgang weiter ab. Troutman markierte in der 16. Spielminute mit seinen Punkten neun und zehn bereits eine 15-Punkte-Führung (30:15), die bis zum 38:25-Halbzeitstand nur geringfügig schmolz. Troutman mit erneutem Double-Double Angetrieben von der Kulisse im Audi Dome erwischten die Münchener auch nach dem Seitenwechsel den besseren Start. Hamann, Schwethelm und Greene versenkten im weiteren Verlauf ihre Würfe aus der Distanz und ebneten so den Weg für die größte Führung des Abends in der 30. Minute (57:34). FCB-Center Troutman hatte bis zum 57:35-Zwischenstand vor dem Schlussdurchgang bereits sein zweites Double-Double (14 Punkte und 11 Rebounds) im dritten Spiel für den FC Bayern in der Tasche. Anschließend dauerte es allerdings bis zur 36. Spielminute, bis Jan-Hendrik Jagla die offensive Durststrecke seiner Mannschaft beendete. Der Knoten platzte dennoch nicht. Während den Münchenern in den letzten zehn Minuten lediglich vier Punkte gelangen, fanden die aufopferungsvoll kämpfenden Ludwigsburger um ihren Topscorer Jerry Green nun zu ihrem Spiel. Auch wenn die Gäste dadurch zum Ende noch auf sechs Punkte herankamen, bestand für den vierten Bayern-Sieg keine Gefahr mehr. Stimmen zum Spiel: Markus Jochum (Headcoach EnBW Ludwigsburg): „Das war sicher ein Sieg, an dem nichts zu deuten ist, er war absolut verdient. Für uns war es sehr schwierig, mit zwei Niederlagen, vor allem nicht normalen Niederlagen, hier her zu kommen und dann gegen eine so starke Mannschaft bestehen zu müssen. Da ist es wichtig, dass man auch im Spiel Selbstvertrauen tanken kann. Wir haben gerade am Anfang die wichtigen offenen Würfe nicht getroffen und da war es natürlich schwierig, in einen Rhythmus zu kommen. Ich denke, schon zur Halbzeit hat keiner mehr das Gefühl gehabt, dass der FC Bayern das Spiel verlieren wird. Genau das habe ich auch meinen Männern gesagt. Das ist es, was wir ausnutzen müssen, denn 13 Punkte sind auch ganz schnell wieder weg. Aber in der zweiten Halbzeit konnten wir auch nicht den richtigen Rhythmus finden." Dirk Bauermann (Headcoach FC Bayern München): „Das Ziel, das wir heute erreicht haben, war, zum ersten Mal in dieser Saison einen Gegner unter 65 Punkten zu halten. Das war erfreulich. Offensiv war es sicher nicht unser bester Tag. Gerade das vierte Viertel passt mir überhaupt nicht. Ich glaube, man kann auch nicht sagen, dass es da schon klar war und man nicht mehr verlieren kann. Da müssen wir natürlich auch lernen, nicht nur einen Vorsprung zu verwalten, denn nicht mal dazu waren wir heute im letzten Viertel in der Lage, sondern dominant über 40 Minuten aufzutreten und einen klaren Sieg nach Hause zu fahren. Mit dem letzten Viertel haben wir uns den guten Gesamteindruck etwas verdorben, aber so etwas kann passieren. Alles in allem haben wir über drei Viertel eine ansprechende Leistung geboten." FC Bayern München: Troutman (14), Jagla (9), Hamann (8), Schwethelm (6), Nadjfeji (6), Greene (5), Benzing (5), Hansbrough (3), Wallace (3), Foster (2), Radosavljevic EnBW Ludwigsburg: Green (16), Lischka (9), Bowler (8), Looby (7), Zavackas (6), McCray (4), Koch (3), Harris (2), Bekteshi, Dorris Ausführliches Scouting |