Banner
Montag, den 05. Dezember 2011 um 01:46 Uhr
FC Bayern macht mit 46ers kurzen Prozess
Von Christian Gadenne (Foto: Sebastian Hader)   


Die Basketballer des FC Bayern München haben vor 4.879 Zuschauern im Audi Dome einen zu keinem Zeitpunkt gefährdeten und hochverdienten Heimerfolg gegen die LTi GIESSEN 46ers eingefahren. Mit 89:53 (52:17) bezwang die Mannschaft von Headcoach Dirk Bauermann die Hessen, die insbesondere in der ersten Halbzeit mit dem Tempo und der Intensität der Hausherren nicht Schritt halten konnten.


Der Wille der Bayern, an diesem Abend Wiedergutmachung für die EuroCup-Niederlage in St. Petersburg zu leisten, war von Beginn an spürbar. Vor allem Münchens lange Garde um Chevon Troutman und Jared Homan drückte dem Spiel ihren Stempel auf, 12:3 hieß es nach gerade einmal vier Spielminuten. Gießen wirkte mit zunehmendem Verlauf geradezu hilflos und brachte bis zum Ende des ersten Viertels gerade einmal zwei weitere Zähler aufs Tableau. Und auch im zweiten Durchgang mussten die Gießener über eine Minute warten, ehe ihnen von der Dreierlinie der erste Treffer nach sechs korblosen Minuten gelang. Die Bayern bildeten defensiv weiterhin eine unüberwindbare Wand und sprühten vorne vor Spielfreude. Demond Greene traf zum 30:8 und vier Minuten später erneut aus der Distanz zum 43:14. Auf das Aufbäumen des Bamberg-Bezwingers aus der Vorwoche warteten die staunenden Fans vergeblich, während der Bayern-Express um den in der ersten Halbzeit herausragenden Jared Homan nicht zu stoppen war (52:17).

München lässt nichts mehr anbrennen

Aus den Kabinen kamen die Teams zunächst wie ausgewechselt: Gießen drehte plötzlich auf und die Mannen von FCB-Cheftrainer Dirk Bauermann hatten Schwierigkeiten, ihren Rhythmus wiederaufzunehmen. Doch allen voran Chevon Troutman brachte die Bayern wieder in die Spur, indem ihm nach drei und nach vier Minuten endlich wieder Zählbares gelang, beim zweiten Mal sogar von der Dreierlinie (57:26). Von dort traf
wenig später auch der stark agierende Nationalspieler Philipp Schwethelm. Gießen nahm die Auszeit, München ließ aber nichts mehr anbrennen.

Bauermann lobt Teamleistung

„Wir sind sehr froh, dass wir dieses Spiel nicht nur gewonnen haben, sondern auch überzeugend gespielt haben. Es zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind – auch mit der Resonanz der Fans. Man sieht, dass man, um auf höchstem Niveau zu verteidigen, einen Anker braucht, der einem Sicherheit gibt. Diesen Anker haben wir mit Jared Homan gefunden. Er hat heute gezeigt, welche Bedeutung er für die Mannschaft hat und haben wird“, lobte Bauermann neben der Teamleistung insbesondere seine jüngste Neuverpflichtung. Sein Gegenüber auf Gießener Seite, Björn Harmsen, stellte dagegen ernüchtert fest: „Die Bayern haben heute nicht nur den deutlich besseren Basketball gespielt, sondern auch viel mehr Intensität als wir auf das Spielfeld gebracht.“

FC Bayern München: Homan (18), Schwethelm (15), Hamann (12), Troutman (11), Hansbrough (10), Greene (7), Benzing (6), Jagla (6), Nadjfeji (4), Hall, Radosavljevic
LTi GIESSEN 46ers: Pilcevic (14), Stewart (10), Nikagbatse (10), Prewitt (6), Ovcina (6), Archibong (5), Bernard (2), Perl, Oehle, Zazai
Ausführliches Scouting