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Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 02:01 Uhr
66:92-Pleite bedeutet Aus im EuroCup
Von Christian Gadenne / Sebastian Hader   


Nach der vierten Niederlage im fünften Gruppenspiel ist der europäische Wettbewerb für den mit einer Wildcard gestarteten FC Bayern München beendet. Die Basketballer aus der bayerischen Landeshauptstadt unterlagen am Dienstagabend Benetton Basket Treviso deutlich mit 66:92 (28:51) und haben damit unabhängig vom Ausgang der Partie gegen Cedevita Zagreb kommende Woche keine Chance mehr auf ein Weiterkommen.


Die Italiener dagegen qualifizierten sich mit dem Sieg vor 2.074 Zuschauern im Palaverde neben dem ungeschlagenen Tabellenführer Spartak St. Petersburg für die nächste Runde. „Gratulation an Aleksandar Djordjevic und seine Mannschaft. Sie haben heute exzellenten Basketball gespielt. Es war eine gute Nacht für sie und eine schlechte Nacht für uns. Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat versucht kämpferisch und spielerisch dagegen zu halten, aber Treviso ist zurzeit in bestechender Form und durch die personellen Veränderungen sogar stärker als vorher. Wir haben das Ziel, in dieser sehr schweren Gruppe unter die ersten zwei zu kommen, zwar nicht erreicht, trotzdem hat uns die Teilnahme am EuroCup weitergebracht. Wir werden nun alles tun, um das letzte Spiel der Gruppe gegen Zagreb zu gewinnen und uns mit einem Erfolgserlebnis aus dem Wettbewerb zu verabschieden“, kommentierte FCB-Cheftrainer Dirk Bauermann das Ausscheiden.

Volle Konzentration gilt ab jetzt der Liga


Das sechste und letzte Spiel der EuroCup-Gruppe G bestreiten die Bayern am kommenden Dienstag in eigener Halle gegen Cedevita Zagreb. Bereits am Samstag um 19.00 Uhr ist die TBB Trier im Rahmen des 13. Spieltages der Beko Basketball Bundesliga zu Gast im Audi Dome. Bauermann: „Unsere volle Konzentration gilt ab jetzt der Liga. Für unsere Mannschaft sind dies schwere Zeiten, aber sie verfügt sowohl über Qualität und Charakter und wird aus dieser Phase gestärkt hervorgehen. Ein gut besuchter Audi Dome am Samstag gegen Trier wäre ein wichtiger moralischer Rückhalt für das Team. Besonders bedanken möchte ich mich bei den mitgereisten Fans, die uns trotz eines für alle schwierigen und enttäuschenden Abends hier in Treviso sensationell unterstützt haben.“

Italiener laufen heiß


Das Dutzend Anhänger wurde Zeuge einer munteren und ausgeglichenen Anfangsphase im Palaverde, ehe Treviso-Neuzugang Jobey Thomas und Power Forward Jeff Adrian mit ihren Punkten zum 9:15 aus Münchener Sicht Dirk Bauermann zur ersten Auszeit zwangen. Die bewirkte jeodch wenig, denn die Italiener liefen in dieser Phase heiß und trafen aus allen Lagen hochprozentig. Alleine fünf Dreier bei acht Versuchen fanden im ersten Durchgang ihr Ziel. Der letzte kam von Massimo Bulleri per Buzzerbeater zum 15:27. In der 14. Spielminute war es abermals Bulleri, der die erste 20-Punkte-Führung für seine Mannschaft besorgte (18:38). Die Bayern versuchten dagegen zu halten, doch Benetton ließ den Ball laufen und präsentierte sich vor allem im Abschluss in Höchstform. Bis zur Halbzeit trafen die Gastgeber 86 Prozent aus dem Zweierbereich (12/14) und fast die Hälfte ihrer Dreierversuche (7/16).

Zwischenzeitlich 35 Zähler Rückstand


Auch wenn der Halbzeitstand (28:51) gegen eine derart starke italienische Mannschaft bereits die Vorentscheidung bedeutete, kämpften die Bayern weiter. Angefeuert von den mitgereisten Fans steigerten sie sich in der Offensive zusehends und gestalteten den dritten Durchgang nahezu ausgeglichen (22:25). Fünf punktlose Minuten zu Beginn des Schlussviertels brachten den Gästen dann allerdings zwischenzeitlich 35 Zähler Rückstand ein. Zum Ende hin gelang aber zumindest noch etwas Ergebniskosmetik.

Benetton Basket:
Adrien (16), De Nicolao (15), Gentile (13), Bulleri (12), Moldoveanu (11), Thomas (10), Becirovic (9), Cuccarolo (4), Wojciechowski (2), Ivanov, Mekel
FC Bayern München: Homan (14), Jagla (13), Troutman (10), Hansbrough (7), Benzing (6), Hamann (6), Nadjfeji (4), Wallace (4), Greene (2), Schwethelm
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