| Sonntag, den 08. Januar 2012 um 18:05 Uhr |
| Erstligist ist eine Nummer zu groß |
| Von Sebastian Hader |
![]() Die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Don Bosco Bamberg haben die Sensation und damit den Einzug ins TOP4 um den DBBL-Pokal verpasst. Nicht überraschend setzte sich in der gut besuchten Graf-Stauffenberg-Halle mit den OKE Panthers aus Osnabrück am Ende der Erstligist klar mit 77:54 (46:28) durch und spielt damit neben den Rhein-Main Baskets und den Siegern der Duelle Wasserburg gegen Chemnitz sowie Grünberg gegen Oberhausen um den zweiten nationalen Titel. Die Bambergerinnen dagegen mussten die erste Pflichtspiel-Niederlage der Saison hinnehmen, wenngleich diese einkalkuliert war, wie Headcoach Steffen Dauer offen zugab: „Es war sicher keine Sensation, dass wir verloren haben. Wir müssen die Niederlage jetzt erst einmal verkraften und sacken lassen, dann werden wir sehen, wie wir damit umgehen.“ Der Gegner habe seinem Team einfach den Unterschied zwischen erster und zweiter Liga aufgezeigt, vor allem in Sachen Tempo und Physis. „Da fehlt uns eben noch ein gutes Stück“, räumte Dauer nach Spielende ein, ohne seiner Mannschaft einen Vorwurf zu machen. Die hielt nach Kräften dagegen, geriet im Verlauf der ersten Spielhälfte jedoch zunehmend ins Hintertreffen und kämpfte nach einem 19:39-Rückstand 4:20 Minuten vor der Pause mehr oder weniger bereits auf verlorenem Posten. Über Brianne O'Rourke im Spielaufbau und Emma Cannon unter dem Korb spielte der Tabellenachte der Damen-Basketball-Bundesliga seine körperliche Überlegenheit gnadenlos aus. Eine Analyse fiel dem DJK-Cheftrainer daher nicht schwer: „Osnabrück hat viel Druck auf unseren Aufbau ausgeübt, uns damit gute Optionen weggenommen und unser Spiel statisch werden lassen.“ Differenz pendelt sich bei 20 Zählern ein Nach einer guten Phase vor dem Seitenwechsel entschied sich Dauer, es auch zu Beginn der zweiten Hälfte mit Liisi Sokman in der Spielmacherrolle zu versuchen. Doch ähnlich wie Johanna Hirmke und Katharina Gröger war auch die junge Estin aufgrund fehlender Anspielstationen gegen die physische Verteidigung der Gäste häufig auf sich alleine gestellt. Mit fünf Punkten in Serie durch Jessica Miller erwischten die DJK-Damen zwar einen guten Start in die zweiten 20 Minuten, spätestens nach O'Rourkes Dreier mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr zum 35:55 pendelte sich der Vorsprung der mit drei US-Amerikanerinnen besetzten OKE Panthers jedoch bei 20 Zählern ein. Das Positive aus der Niederlage mit in die nächsten Spiele zu nehmen, lautet nun die Aufgabe für die Bambergerinnen. Am kommenden Samstag (15.00 Uhr) erwartet der amtierende Meister der 2. DBBL Süd zum Rückrundenauftakt die DJK/MJC Trier in eigener Halle, eine Woche später kommt es für die Oberfranken zum Derby gegen Schlusslicht Würzburg. Dann wird sich zeigen, ob die erste Pflichtspiel-Niederlage seit April 2011 Spuren beim bislang dominierenden Ligaprimus hinterlassen hat. DJK Don Bosco Bamberg: Miller (15), Hirmke (13), Johnson (8), Zeis S. (8), Sokman (7), Beck (2), Gröger (1), Hartmann, Lohneiß, Mendler, Oberpaul, Zeis S. OKE Panthers Osnabrück: Cannon (20), O'Rourke (16), Dwyer (14), Vatthauer (9), Mossong (5), Pace (5), Ochs (4), Schulte to Bühne (4), Knopp |