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Samstag, den 20. August 2011 um 18:25 Uhr
Wieder einmal chancenlos gegen Griechenland
Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader)   


2001 in der Türkei war ein Erfolg über die Hellenen der Startschuss für den späteren Weg ins Halbfinale, zehn Jahre später war man beim Supercup in Bamberg meilenweit davon entfernt, das Team um den überragenden Kostas Koufos in Bedrängnis zu bringen. Früh sah dies auch der Bundestrainer, seine beiden NBA-Legionäre ließ er fast die komplette zweite Hälfte über von der Bank die letztliche 56:69 (28:43)-Niederlage miterleben. Erst in den letzten sechs Minuten wurden sie zwecks Ergebniskorrektur wieder gebracht.


Die Hoffnungen vieler deutscher Fans, mit Nowitzki und Kaman unmittelbar zu Europas Topnationen aufzuschließen, verwies ein bekanntermaßen nicht einmal mit den prominentesten Akteuren antretendes griechisches Team mit über 40 Minuten exzellenter Verteidigung ins Reich der Fabel. Präzise, schnell auf den Beinen und clever im Angriff sowie herausragend abgestimmt und bissig in der Abwehr lief man dem Gastgeber auf beiden Seiten des Feldes den Rang ab. Kaman und Nowitzki wurden weitestgehend zu Statisten degradiert. Eingeschüchtert und mit den Nerven am Ende funktionierten so bei den führungslos wirkenden Deutschen nicht einmal die einfachsten Korbleger, nach drei Vierteln stand ihre Feldwurfquote bei unter 30 Prozent, die Zweierquote mit 9/32 sogar noch darunter.

Den unrühmlichen Höhepunkt lieferte Jan Jagla, der sich von Fotsis provoziert fühlte und vor aller Augen einen Ellbogen in dessen Gesicht platzierte, wofür er von den Schiedsrichtern Anfang des Schlussabschnitts ebenso wie der Grieche disqualifiziert wurde. Allgemein mehr Härte, nicht die Zuspitzung auf eine Aktion, hätte man sich von den DBB-Korbjägern gewünscht, mit wenigen Ausnahmen sah man dem Gegner unter den Körben zu. „Foul ihn doch“, kam es auf Englisch unüberhörbar von der Bank, als Topscorer Kaman (15 Punkte) Koufus, der zuvor mit einem Spinmove auch schon Nowitzki das frühe zweite Foul angehängt hatte, unbedrängt zum Abschluss hatte kommen lassen.

Am Sonntag für Deutschland Endspiel um Platz zwei

Nicht schlecht sah es noch im zweiten Viertel aus, als Heiko Schaffartzik mit einem Dreier zum 17:17 ausglich, das hatte den Ehrgeiz der Griechen aber erst recht geweckt. Per Dreier ihrerseits sowie mit einem tollen Alley-Hoop-Play von Xanthopoulos auf Bourousis gaben sie die passende Antwort und zogen fortan davon. Nach dem zweiten Sieg steht Griechenland bereits jetzt als Turniersieger fest, unabhängig vom Ausgang des Duells mit den als Schlusslicht feststehenden Belgiern. Deutschland und die Türkei, die ihr zweites Spiel im Schlussspurt gewann, spielen morgen den zweiten Rang aus.