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Mittwoch, den 07. September 2011 um 16:26 Uhr
DBB-Herren trennen nur Kleinigkeiten von der Sensation
Von Sebastian Hader (Foto: FIBA Europe / Elio Castoria)   


„Ich glaube, die super guten Mannschaften trennt nicht so viel von den guten, nur dass die super guten öfter gewinnen“, traf Dirk Nowitzki mit seinem Fazit zum Leidwesen der deutschen Basketball-Nationalmannschaft den Nagel auf den Kopf. Knapp mit 68:77 (33:36) musste sich die Auswahl von Bundestrainer Dirk Bauermann zum Zwischenrundenauftakt der EuroBasket 2011 im litauischen Vilnius Turnierfavorit Spanien geschlagen geben.


Zum Einzug ins Viertelfinale muss die DBB-Auswahl damit die verbleibenden beiden Spiele gegen Vize-Weltmeister Türkei (Freitag, 17.00 Uhr, SPORT1 live) und Gastgeber Litauen (Sonntag, 20.00 Uhr, SPORT1 live) gewinnen. „Wir wussten schon vor diesem Spiel, dass die Zwischenrunde sehr schwer werden würde. Aber ich glaube, es ist noch alles drin für uns. Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken, das erste am Freitag gewinnen und dann weitersehen“, richtete Nowitzki den Blick unmittelbar wieder nach vorn. Allerdings nach einer Niederlage, die gegen den Titelverteidiger zwar einkalkuliert werden musste, mit neun Zählern aber fast deutlicher ausfiel als es der Spielverlauf widerspiegelte.

Knappe Führung zu Beginn des Schlussviertels

Zweimal, beim Stande von 18:26 im zweiten sowie beim 41:49 aus deutscher Sicht im dritten Viertel, drohten die Spanier ein Zeichen zu setzen und ihren Vorsprung auf einen zweistelligen Wert auszubauen. Doch zweimal gab das DBB-Team die passende Antwort: Mit engagierter Verteidigung und Mut im Angriff meldete sich Deutschland zurück und ging in beiden Phasen sogar kurzzeitig wieder in Führung. Nowitzkis Treffer zum 57:56 eingangs des Schlussviertels sollte die ING-DiBa-Korbjäger allerdings letztmals in Front bringen. Die hohe Ballverlustrate in der zweiten Hälfte und ein Marc Gasol auf spanischer Seite, der unter dem Korb nicht zu stoppen war, machten am Ende den Unterschied.

Nowitzki: Waren genau da, wo wir hin wollten

„Das Tempo war perfekt. Wir waren im vierten Viertel eigentlich genau da, wo wir hin wollten. Schade, dass uns dann einige Fehler unterlaufen sind. Einerseits haben die Spanier die wichtigen Würfe getroffen, andererseits sind 16 Ballverluste auf diesem Niveau einfach zu viel, wenn du sie schlagen willst“, meinte Nowitzki, mit 19 Punkten wieder einmal Topscorer der DBB-Auswahl, nach einem Spiel, in dem sich die Deutschen mit dem amtierenden Europameister lange Zeit auf Augenhöhe bewegten.

Nicht zuletzt diese Erkenntnis ließ auch Bundestrainer Dirk Bauermann optimistisch auf die beiden Endspiele gegen die Türkei und Litauen blicken: „Alles in allem haben wir sehr diszipliniert umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Man hat gesehen, wie sehr diese Mannschaft am Leben ist und wie ehrgeizig sie ihr Ziel verfolgt. Die Türkei haben wir in diesem Sommer bereits zweimal geschlagen, insofern gehen wir mit einem guten Gefühl in die Partie“, so der 53-Jährige. Gleichzeitig machte er auch aber keinen Hehl daraus, dass es
knochenhart wird gegen einen Gegner, der Spanien geschlagen hat".

Deutschland: Robin Benzing (FC Bayern München, 10), Johannes Herber (Fraport SKYLINERS, 7), Steffen Hamann (FC Bayern München, 7), Sven Schultze (ALBA Berlin), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 7), Philipp Schwethelm (FC Bayern München, 3), Tibor Pleiß (Brose Baskets), Chris Kaman (Los Angeles Clippers/USA, 15), Lucca Staiger (ALBA Berlin), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 19)

Weitere Turnier-Informationen unter www.eurobasket2011.com.