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Freitag, den 19. August 2011 um 21:32 Uhr
Auftaktsieg, obwohl zweiter Anzug zwickte
Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader)   


Mehr Mühe als von vielen erwartet hatte die erstmals mit ihren beiden NBA-Akteuren Dirk Nowitzki und Chris Kaman unter dem Korb angetretene deutsche Nationalmannschaft zum Supercup-Auftakt am Freitagabend mit dem Turnieraußenseiter Belgien. Erst in den letzten beiden Minuten gelang es, über die herausragende Qualität von Nowitzki, der mit 18 Zählern bester Werfer des Teams war, einen 71:65 (34:28)-Sieg herauszuschießen.


Dreieinhalb Minuten dauerte es, bis Dirk Nowitzki seinen ersten Korb für Deutschland seit Olympia 2008 erzielte und dieser Mitteldistanzwurf, den er trotz Foul versenkte, war nicht nur der Auftakt zu sechs Punkten am Stück für ihn zum 12:7, sondern auch ein Weckruf für die Deutschen. 2:7 hatten diese zunächst im Hintertreffen gelegen, weil die Gäste frech und frei ihre ersten drei Angriffe sicher abgeschlossen hatten. Hingucker der ersten Minuten war dabei zweifellos Tibor Pleiß und sein Duell mit van den Spiegel, der Euroleague-Veteran lebte Bambergs Center dabei vor, wie internationale Härte aussieht.

Nach den Treffern des wertvollsten Spielers der NBA-Finals zog das Heimteam bis auf 20:8 davon, der schnelle Wechselrhythmus kam aber eher dem wilden Stil des Teams aus dem westlichen Nachbarland zu Gute, aus der Hüfte geschossene Dreier ihrer Guards brachten sie zweimal bis auf einen Zähler heran. Zur Pause betrug das Polster wie nach den ersten zehn Minuten aber wieder sechs Punkte aus Sicht der DBB-Korbjäger.

Durststrecke ohne Nowitzki und Kaman

Die mühten sich nach dem Seitenwechsel im Hinblick auf noch anstehende Aufgaben in den kommenden Tagen offenbar, den Sack schnell zuzumachen, immer wieder war dabei Kaman derjenige, der den Abschluss suchte und in der 24. Minute die Korbjägerliste mit 14 Zählern unangefochten anführte. Bis auf 42:28 erhöhte er, ehe Axel Hervelle, einst Europapokalsieger mit Real Madrid, das Heft in die Hand nahm und seine Kollegen mitriss. Nach zwei Fehlpässen Hamanns hatte er sogar Gelegenheit, bis auf zwei Zähler zu verkürzen, verzog den offenen Dreier aber. Während Nowitzki und auch Kaman lange auf der Bank geschont wurden, ließ sich Belgien nicht hängen, kam durch einen weiteren langen Dreier bis auf 48:47 heran und glich in der 30. Spielminute sogar durch Moors von der Freiwurflinie aus, so dass es mit einem Unentschieden ins Schlussviertel ging.

Ein Fehler von Staiger, der nicht über den Block ging, gestattete Lauwers den Dreier zur ersten belgischen Führung seit der Anfangsphase, Schaffartzik konnte aus der Distanz aber wieder auf 54:52 stellen. Sechs Minuten vor dem Ende schließlich gewann bei Dirk Bauermann der Siegeswille wohl die Oberhand, bei ausgeglichenem Spielstand brachte er Nowitzki und Kaman wieder für die blassen Schultze und Pleiß.

Starter sichern Sieg im Endspurt

Nach kurzer Akklimatisierung trumpfte der Würzburger dann auch gleich wieder auf, forderte den Ball und stockte sein Punktekonto von neun auf 15 Zähler auf. Als Hamann Kaman für ein Dreipunktspiel einsetzte, führten die “Bauermänner“ mit 66:64, Moors versagte zweimal an der Freiwurflinie und schickte 27,5 Sekunden auch noch Hamann an die selbige. Dort fuhren die beiden gebürtigen Franken schließlich mit einem 10:1-Lauf die Ernte ein.