| Montag, den 14. November 2011 um 15:46 Uhr |
| TSV bringt Tabellenführer zwei Niederlage bei |
| Von Astrid Madinger (Foto: Sebastian Hader) |
![]() Spätestens seit Samstagabend sind die Zweitliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach in der Saison 2011/2012 angekommen. Trotz der Verletzungsmisere der letzten Wochen gelang es dem Team des Trainergespanns Duncan/Lorber/Kositz, den Tabellenführer aus Bitterfeld/Sandersdorf/Wolfen vom Thron zu stürzen und mit einer 63:73 (33:39)-Niederlage auf die Heimreise nach Sachsen-Anhalt zu schicken. Entsprechend stolz war der Headcoach auch nach der Begegnung: „Meine Mannschaft hat heute allen Verletzungen zum Trotz bewiesen, dass sie auch auf dem höchsten Pro-B-Niveau mithalten kann. Es war ein Erfolg des kompletten Teams.“ Ein Lob ging aber auch an die Fans, die ihre Mannschaft 40 Minuten lang zum Erfolg trommelten und den lautstarken Fans der Sixers Paroli boten. Der Start in die Begegnung verlief allerdings denkbar schlecht für die Oberfranken, die gleich mit 2:8 in Rückstand gerieten. Ein Dreier von Kapitän Stefan Dinkel gab jedoch das Startsignal für eine starke Partie der Breitengüßbacher. Unter den Körben konnten die Gäste Center Philipp Neumann meist nur mit Fouls stoppen, an der Freiwurflinie blieb der 19-Jährige in der ersten Halbzeit ohne Fehl und Tadel. Neumann hatte, genau wie Aufbauspieler Daniel Schmidt, einen Reise-Marathon in den Knochen. Über Kaunas nach Bonn, zurück nach Bamberg und nachts wieder nach Bonn – umso höher zu bewerten ist die Leistung der beiden Doppellizenzler, wobei Schmidt fast 36 Minuten auf dem Parkett stand und sich dabei einen einzigen Ballverlust leistete. Zähler Punkte Führung zur Pause Nur wenige Minuten dauerte es demnach, bis die Oberfranken die Partie ausgeglichen gestalten konnten. Erstmals leichte Vorteile erspielten sich die Gastgeber gegen Ende des ersten Viertels, als die eingewechselten Ivan Pavic und Youngster Johannes Richter erfolgreich waren. Mit einem 22:17-Vorsprung, den der TSV Tröster zwischenzeitlich bereits auf zehn Zähler ausbauen konnte, ging es in das zweite Viertel. Ärgerlich war insbesondere Ansehls Dreier in der Schlusssekunde, der die Führung auf sechs Punkte zusammenschmelzen ließ (39:33). Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste gefährlich näher und vor allem dank ihres sprunggewaltigen Centers Fleetwood, der häufig zweite Wurfchancen erarbeitete und so seine Farben wieder heran brachte, generell besser in die Partie. Doch die Hausherren blieben cool; erstmals in dieser Saison trat Manuel Rockmann, der mit seinem Kämpferherz häufig die schwierigen Aufgaben in der Verteidigung übernimmt, ins Rampenlicht und verwandelte zwei wichtige Distanzwürfe. Defensiv standen die Duncan-Schützlinge gut und stellten so alsbald den alten Vorsprung wieder her. TSV lässt sich Butter nicht vom Brot nehmen Als die von Stephen Arigbabu gecoachten Gäste im Schlussviertel noch einmal auf drei Punkte verkürzen konnten, wurde es noch einmal eng, doch Kapitän Dinkel & Co. Bewahrten die Ruhe, konterten jeden Angriff der Bitterfelder erfolgreich und ließen sich die Butter nicht vom Brot nehmen. 40 Sekunden vor dem Ende stellten die Sachsen-Anhaltiner ihre Bemühungen ein und fügten sich in ihre zweite Saisonniederlage. Der TSV dagegen konnte nach dem ersten Erfolg gegen ein Spitzenteam ausgiebig mit seinen Fans feiern. TSV Tröster Breitengüßbach: Neumann (16), Dinkel (15), Schmidt (10), Pavic (8), Rockmann (8), Dippold (8), Richter (6), Korndoerfer (2), Walde BG Bitterfeld/Sandersdorf/Wolfen: Fleetwood (20), Ahnsehl Sa. (18), Diestelhorst (8), Gardner (7), Haut (5), Ahnsehl St. (3), Langer (2), McLemore, Stawowski, Münsinger, Ramm Ausführliches Scouting |