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Montag, den 27. Juni 2011 um 11:58 Uhr
"Pascal Roller Award" für den "beliebtesten Spieler"
Von Dirk Kaiser   
Nach 406 Spielen, 4.291 Punkten, 1.154 Assists, 912 Rebounds, 337 Ballgewinnen und sieben Blocks war Schluss: Pascal Roller, 122-maliger Nationalspieler und das Gesicht des Frankfurter Basketballs, verkündete nach dem Halbfinal-Aus seiner Mannschaft sein Karriereende. Das fünfte und entscheidende Halbfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen ALBA Berlin am 02. Juni in der Frankfurter Ballsporthalle war sein letzter Auftritt im Dress der Deutsche Bank SKYLINERS.

Zu Ehren von Pascal Roller heißt der "Most Likeable Player Award" künftig "Pascal Roller Award". Foto: S. Hader

Zu Ehren von Pascal Roller heißt der "Most Likeable Player Award" künftig "Pascal Roller Award". Foto: S. Hader

Wenngleich die Partie mit 68:87 verloren wurde: Roller, einer der großen deutschen Basketballer, wurde von den Fans gefeiert – auch, weil es in der heutigen, schnelllebigen Zeit alles andere als gewöhnlich ist, dass ein Spieler einem Klub über solch eine lange Zeit die Treue hält. Rollers Karriere in der höchsten deutschen Spielklasse begann 1999.

Damals war der 1,80m große Spielgestalter vom USC Freiburg in die Main-Metropole gewechselt. Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Laufbahn, die dem heute 34-Jährigen eine Meisterschaft (2004) und einen Pokalsieg (2000) – beide Male mit den Opel SKYLINERS – sowie eine "italienische Auszeit" (Angelico Biella) in der Spielzeit 2006/2007 bescherte. Darüber hinaus heimste Roller zwei Individual-Titel ein: 2004 wurde er zum "Spieler des Jahres" gekürt; 2010 wählten ihn die Fans der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) zum "Most Likeable Player" – zum beliebtesten Spieler. Gerade die letzte Auszeichnung unterstreicht eindrucksvoll, welchen Stellenwert der gebürtige Heidelberger in der deutschen Beletage besitzt.

Rollers herausragende Leistungen, seine stets tadellose Einstellung und Haltung, seine Verbundenheit zu seinem Club – und damit auch zur Liga – und sein Engagement in zahlreichen anderen Bereichen würdigen das Präsidium und die Geschäftsführung der Beko BBL, indem die Auszeichnung für den "Most Likeable Player" ab sofort nach Pascal Roller benannt wird. „Wenn es ein Spieler in der Beko BBL verdient hat, dass ein Award nach ihm benannt wird, dann Pascal Roller", sagte der Geschäftsführer der Beko BBL, Jan Pommer. „Dadurch bleibt ein außergewöhnlicher Spieler und großer Sportler den Fans und Aktiven stets im Gedächtnis. Pascal Roller ist ein Vorbild für uns alle." Selbstverständlich gehöre es zu Rollers künftigen Aufgaben, so Pommer, den "Pascal Roller Award" an den Gewinner zu übergeben. Roller selbst sprach von einer "großen Ehre", die ihm zuteil werde, und freue sich darüber, dass er der erste Spieler sei, dessen Name in Verbindung mit einer Auszeichnung stehe.

Wer den "Pascal Roller Award" für die Saison 2010/2011 erhält, darüber befinden von heute an die Fans. Bis zum 04. Juli 2011 (24.00 Uhr) haben diese die Möglichkeit, unter www.beko-bbl.de den beliebtesten Akteur der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit zu wählen.