| Freitag, den 25. November 2011 um 11:40 Uhr |
| Volle Konzentration in der "Drachenhöhle" gefragt |
| Von Michael Birkhan (Foto: Marcus Arth) |
![]() Eine Serie wird am Samstag ab 20.00 Uhr reißen. Das steht schon vor der Begegnung der Artland Dragons mit dem BBC Bayreuth fest. Beide Teams blicken auf drei Siege in Serie zurück, eine Mannschaft wird ihren Lauf fortsetzen können. Diese Mannschaft will der BBC Bayreuth sein, die Spieler von Marco van den Berg und Tim Nees visieren nach dem überraschenden Heimerfolg über Bonn für das nächste Erfolgserlebnis an. Während sich der BBC in der aktuellen Tabelle der Beko Basketball Bundesliga auf dem elften Platz einordnet, rangiert die Mannschaft aus dem kleinsten Standort der Liga auf dem vierten Platz. In den neun bisherigen Partien verließ die Truppe von Trainer Stefan Koch das Parkett sechsmal als Sieger. Geschlagen geben musste man sich in den beiden ersten Auswärtsspielen der Saison in Ulm und Gießen sowie in eigener Halle den Eisbären Bremerhaven. Auf der Habenseite stehen vier Heimsiege, unter anderem über die beiden starken Aufsteiger Würzburg und München. Zuletzt gewannen die Quakenbrücker mit 65:49 in Göttingen sowie unter der Woche in der EuroChallenge mit 87:81 gegen Pau-Orthez. Holston bester Schütze der Beko BBL Dreimal in Folge und insgesamt bereits sechsmal war Point Guard David Holston bester Werfer im Team der Dragons. Mit durchschnittlich 20,4 Punkten führt er nicht nur das Team, sondern die gesamte Beko BBL an. Zudem verteilt der nur 1,70m große Aufbauspieler rund sechs Assists. Dass die Artland Dragons mit diesem Transfer bis jetzt alles richtig gemacht haben, zeigte nicht zuletzt Holstons siegbringender Dreier gegen den FC Bayern München. Mit Power Forward Nathan Peavy und Center Darren Fenn folgen zwei Spieler, die schon lange im Artland spielen. Peavy sammelte bislang 12,8 Punkte, Fenn 11,7. Beide sind auch aus der Distanz gefährlich, ebenso wie Small Forward Anthony Hilliard (11,1). Was die Rebounds angeht, steht dieses Trio Center Antony King, der es auf gut sechs eingesammelte Abpraller pro Partie bringt, in nichts nach. BBC erwarten mehrere Brandherde Somit haben es die Oberfranken gleich mit mehreren Brandherden zu tun. „Quakenbrück hat eine tiefe Mannschaft, eine gute Mischung aus Inside- und Outside-Spielern. Drei der großen Spieler sind hervorragende Dreierschützen, für sie gibt es eigene Systeme im Spiel. David Holston ist ein unglaublich schneller und schlauer Spieler. Wir müssen versuchen, seinen Rhythmus zu unterbrechen. Hier werden wir gut verteidigen müssen. Weiterhin sind die Artland Dragons das beste Reboundteam in der Liga (Anm.: 338, der BBC ist mit 319 Rebounds Dritter). Es wird also auch unter den Körben heiß hergehen“, prognostiziert BBC-Trainer Marco van den Berg, „ich denke, das wird ein interessanter Kampf.“ Verhandlungen mit Durant dauern an Unverändert intensiver Kontakt besteht zwischen dem Management des BBC Bayreuth und den Agenten des NBA-Stars Kevin Durant. Mittlerweile liegen umfangreiche Unterlagen zur Entgeltausfall-Versicherung vor, die sorgfältig geprüft werden müssen. Mit DBB-Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt berät ein Experte in Sachen Versicherung von NBA-Spielern den BBC. Brenscheidt führt seit Jahren für den Deutschen Basketball Bund die Verhandlungen mit den Clubs von Dirk Nowitzki und Chris Kaman sowie Versicherungsmaklern und -gesellschaften. „Sollten beide Seiten dem Vertragswerk in Sachen Versicherung zustimmen, bleibt als wesentlicher Klärungspunkt – neben der endgültigen Vergütung für den Spieler – noch das Thema Vermarktungsrechte. Spielerverträge in Deutschland sind grundsätzlich so ausgestaltet, dass die Vermarktungsrechte bei den Clubs liegen. Im Fall Kevin Durant liegen diese jedoch beim Spieler selbst. Durant beansprucht einen wesentlichen Teil der daraus für den BBC erzielbaren, von uns für die Finanzierung des Kurz-Engagements vorgesehenen Einnahmen für sich. Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass diese Einnahmen ausschließlich uns zustehen. In diesem, für die Finanzierung wichtigen Punkt gibt es bis dato keine Einigung“, erläutert Manfred Schöttner, Geschäftsführer des BBC Bayreuth, die Komplexität der Gespräche. |