| Sonntag, den 29. Januar 2012 um 22:30 Uhr |
| Rumpfteam kann nur 17 Minuten Schritt halten |
| Von Sebastian Hader (Foto: Marcus Arth) |
![]() Unter äußerst schlechten Vorzeichen ist der BBC Bayreuth zum Spiel beim souveränen Tabellenzweiten ratiopharm Ulm angetreten. Neben dem langzeitverletzten Kevin Hamilton sowie Brandon Hunter und Corey Stokes fiel auch Simon Schmitz aus, der sich im Training die Schulter ausgekugelt hatte. So konnten die stark ersatzgeschwächten Oberfranken in der ratiopharm Arena beim 52:74 (27:36) nur die ersten 17 Minuten offen gestalten. 27:26 hieß es aus BBC-Sicht, als Nationalspieler Per Günther einen Ulmer 10:0-Lauf bis zur Pause einleitete und auch selbst abschloss. Die daraus resultierende Neun-Punkte-Führung zur Halbzeit bildete zugleich das Fundament des letztlich ungefährdeten Erfolges der Hausherren. Denn während sich bei den Bayreuthern angesichts der kleinen Rotation nach und nach der Kräfteverschleiß bemerkbar machte, baute das Team von Headcoach Thorsten Leibenath seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Über 48:35 wuchs die Differenz bis zur 30. Spielminute auf 24 Zähler an. Die Hauptaufgabe der Gäste bestand im Schlussviertel folglich darin, den Schaden in Grenzen zu halten. Ein Doppelschlag von Tommy Mason-Griffin sowie Punkte von Rocky Trice ließen die Ulmer Führung zunächst jedoch noch deutlicher werden. Erst in der Endphase der Begegnung konnten Danny Gibson an seinem 28. Geburtstag sowie Kapitän Osvaldo Jeanty für etwas Ergebniskosmetik sorgen. Stimmen zum Spiel: Marco van den Berg (Headcoach BBC Bayreuth): „Ulm hat heute verdient gewonnen, da gibt es keine Diskussion. Entscheidend dafür war, dass Ulm bei einem Sieg von 22 Punkten Vorsprung 24 Punkte mehr in der Zone erzielt hat als wir. Uns ist es dagegen nicht gelungen, direkt in Korbnähe zu punkten. Ohne unseren verletzten Center Brandon Hunter ist das natürlich auch schwieriger. Für uns war das heute gegen den Tabellenzweite vom Niveau her zu hoch. Entscheidend ist das Spiel nächste Woche gegen Tübingen.“ Thorsten Leibenath (ratiopharm Ulm): „Der Sieg heute war sicher davon beeinflusst, dass Bayreuth stark ersatzgeschwächt war. Deshalb haben wir uns auch vorgenommen, die Mannschaft, die vor zwei Wochen Berlin geschlagen hat, stark unter Druck zu setzen. Im ersten Viertel mussten wir uns dafür ziemlich strecken, doch mit zunehmendem Spielverlauf hat sich der Kräfteverschleiß der Bayreuther bemerkbar gemacht. Ich denke, dass wir über drei Viertel der Partie gut verteidigt haben. Dennoch gilt es die Tendenz abzustellen, dass wir häufig ein Viertel benötigen, um die Intensität in der Verteidigung hochzufahren. Auch an unserer Dreierquote müssen wir arbeiten. Wir hatten gute Würfe, aber die Quote war unterirdisch. Insgesamt war die Leistung der Mannschaft aber sicherlich zufriedenstellend.“ ratiopharm Ulm: Bryant (18), Watts (14), Günther (10), Tryce (10), Mason-Griffin (10), Esterkamp (4), Nanikvil (4), Swann (2), Wenzl (2), Buntz, Betz BBC Bayreuth: Gibson (14), Shtein (10), Jeanty (8), Ibekwe (6), Wyrick (4), Smith (4), Spöler (3), Schmidt (2), Zeis (1) Ausführliches Scouting |