| Sonntag, den 01. Januar 2012 um 21:29 Uhr |
| Heißer Tanz in der Oberfrankenhalle erwartet |
| Von Felix Pflaum (Foto: Daniel Löb) |
![]() Genau wie vor exakt 365 Tagen beginnt das Kalenderjahr 2012 für die beiden oberfränkischen Basketball-Bundesligisten mit dem direkten Aufeinandertreffen in Bayreuth. Der Gastgeber BBC Bayreuth, seit dem Trainerwechsel Mitte Oktober zuhause ungeschlagen, will am Montag ab 19.30 Uhr seine Serie gegen den amtierenden Meister Brose Baskets fortsetzen, der seinerseits die Tabellenführung festigen möchte. „Das Derby wird sehr emotional, das haben wir in der letzten Saison gesehen. Noch dazu ist Bayreuth in dieser Saison eine wesentlich bessere Mannschaft als im letzten Jahr, die sicherlich noch stärker an ihre Siegeschancen glaubt. Es wird ein sehr schweres Spiel für uns und ein guter Test“, war sich Chris Fleming unmittelbar nach dem wenig überzeugenden Heimsieg über krisengebeutelte Ludwigsburger bewusst, dass ihm und seiner Truppe in der Wagnerstadt ein anderer Wind entgegen wehen wird. Während der BBC unter dem neuen Coach Marco van den Berg vor eigenem Publikum unter anderem gegen Berlin-Bezwinger Bonn und die Eisbären Bremerhaven Comebackqualitäten im Schlussviertel bewies, taten sich die Bamberger zuletzt schwer, Partien konsequent bis zum Ende durchzuspielen. Bamberg in Experimentierphase Die aktuelle Problematik zeigt sich auch in den ständig wechselnden Startformationen, die Chris Fleming ins Rennen schickt. „Wir sind in einer Experimentierphase und werden das noch so lange fortsetzen, bis wir irgendwann das bekommen, was wir uns vorstellen“, begründete er seine Rochaden, die selbst vor Kapitän Casey Jacobsen nicht halt machten. Der fand sich gegen Ludwigsburg zu Spielbeginn auf der Bank wieder, eine Seltenheit in seinen bisher drei Jahren in der Domstadt. Ohne Frage wollte sein Trainer ihm damit ein klares Signal senden, seine Anstrengungen zu intensivieren – allerdings gilt dies nicht nur für den Kapitän, sondern für einen Großteil des Bamberger Kaders. In zu wenigen Partien lagen bisher alle Spieler auf einer Wellenlänge, mal mehr und mal weniger tauchten Akteure ab oder taten sich mit unglücklichen Aktionen hervor. In Bayreuth hofft man auf einen solchen Bamberger Tag, um nach über 13 Jahren endlich wieder ein Pflichtspiel gegen die Domstädter gewinnen zu können. BBC in Lauerstellung „Auf dieses Spiel freuen wir uns sehr. Das Spiel ist ausverkauft und ein Derby. Wir erwarten den Meister, Bamberg ist auch jetzt wieder das beste Team der Liga. Wir müssen gut und konsequent verteidigen und stark in der Offensive sein um zu gewinnen. Wir müssen unseren Weg finden“, gibt van den Berg sich vorsichtig optimistisch, wird aber zweifellos einen Plan haben, wie er den großen Nachbarn empfindlich treffen kann. Mit seinem starken Inside-Duo um Ekene Ibekwe und Brandon Hunter konnte er zuletzt Bayern München überraschen, während die Schützen aus der Distanz um Osvaldo Jeanty immer wieder für Punkte aus schwierigen Situationen gut sind. Ob man auf die Dienste des Ex-Bambergers Beckham Wyrick zählen kann, ist in der Schwebe. Was für die TV-Zuschauer eine Lappalie war, reichte dem Schiedsrichtertrio in München, den sympathischen US-Amerikaner zu disqualifizieren. Über eine mögliche Sperre wurde seitens der Liga noch nichts verlautbart. |