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Sonntag, den 16. Oktober 2011 um 16:33 Uhr
Gibson ersetzt vorerst Hamilton
Von Michael Birkhan (Foto: Marcus Arth)   


Nach der Verletzung von Point Guard Kevin Hamilton, der mit einem Ermüdungsbruch möglicherweise bis Jahresende ausfallen wird, ist der BBC Bayreuth auf der Suche nach Ersatz schnell fündig geworden: Der bis dato vereinslose Danny Gibson, der in der vergangenen Saison bereits für den Spielaufbau der Oberfranken verantwortlich war, kehrt für die nächsten drei Monate in die Wagnerstadt zurück.


„Unmittelbar nachdem wir von der Diagnose Ermüdungsbruch und dem längerfristigen Ausfall unseres Schlüsselspielers Kevin Hamilton erfahren haben, wurde mit der intensiven Suche nach einem geeigneten Ersatzspieler begonnen. Die wichtigsten Kriterien für die Suche nach einem Ersatzspieler – sofortige Verfügbarkeit, Erfahrung in der BBL, Bereitschaft zu einer Vertragslaufzeit von drei Monaten, körperliche Fitness – engte den Markt an verfügbaren Spielern dramatisch ein“, berichtet BBC-Geschäftsführer Manfred Schöttner.

Dass schnell gehandelt werden musste, war für Manfred Schöttner nach letzten beiden Niederlagen klar: „Wie schwer der Ausfall von Kevin wiegt, haben die beiden letzten Spiele gegen Hagen und Würzburg mehr als nur deutlich gezeigt. Die Mannschaft hat phasenweise im wahrsten Sinne des Wortes 'kopflos' agiert. Von daher sind wir erleichtert, dass Danny Gibson sofort verfügbar und bereit ist, für die Dauer des Ausfalls von Kevin Hamilton zurückzukommen und uns zu helfen. Er wird uns sicher helfen können, die ersten Siege im bereits begonnenen Kampf gegen den Abstieg zu erringen.“

Gibson bislang ohne Verein

In der vergangenen Saison absolvierte der 27-Jährige alle 34 Punktspiele, sammelte dabei im Schnitt 12,0 Punkte und legte den Ball 3,6 Mal zum besser postierten Mitspieler ab. Fast 41 Prozent seiner Dreierversuche (58/142) fanden den Weg in den Korb, auch von der Freiwurflinie sorgte er mit fast 80 Prozent (81/102) für wertvolle Punkte. In laufenden Spielzeit war Gibson bislang noch ohne Verein. Nach der Anfrage des BBC-Managements sagte er sofort zu, vorerst für drei Monate nach Bayreuth zurückzukehren. Er wird bereits am Dienstag in Bayreuth erwartet. Da er die Stadt und den Club aus der vergangenen Saison kennt, entfällt für ihn die Eingewöhnungsphase.

„Wir werden die Entwicklung der Mannschaft in den nächsten Trainingseinheiten und im nächsten Spiel gegen Ludwigsburg sehr intensiv beobachten und nach unserer Einschätzung erforderliche, weitere Entscheidungen sorgfältig abwägen, zügig treffen und zeitnah umsetzen. Das Management des BBC Bayreuth ist sich seiner Verantwortung bewusst und wird alles tun, um die sportliche Zugehörigkeit zur Beko Basketball Bundesliga dauerhaft sicherzustellen“, ergänzt Manfred Schöttner.

Lob für Schmitz und Jeanty


Auch zur Rolle von Simon Schmitz äußerte sich der BBC-Geschäftsführer: „Simon Schmitz, der als Backup Kevin Hamilton sechs bis sieben Minuten Verschnaufpause verschaffen sollte, ins kalte Wasser zu werfen und ihm die Verantwortung für den Spielaufbau zu übertragen, wäre weder zielführend, noch Simon gegenüber fair. Umso mehr gebührt ihm für seinen Auftritt in Würzburg, den er für einige Minuten sogar mit einer leichten Gehirnerschütterung und angebrochener Nase absolvieren musste, allerhöchster Respekt. Auch Osvaldo Jeanty, der auf der ungeliebten Position vorbildlich gekämpft und alles gegeben hat, ist bestenfalls eine Notlösung für wenige Minuten.“

Simon Schmitz zog sich die Gehirnerschütterung und die angebrochene Nase bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit Würzburgs Ivan Elliott in der 15. Spielminute zu. Nach einem Tag Trainingspause wird auch er dem Team wieder zur Verfügung stehen.