| Sonntag, den 20. November 2011 um 20:13 Uhr |
| Bayreuther zeigen größeren Siegeswillen |
| Von Sebastian Hader (Foto: Marcus Arth) |
![]() Ein starkes Schlussviertel hat dem BBC Bayreuth den dritten Sieg in Serie beschert. Vor 2.900 Zuschauern bezwangen die Wagnerstädter in der heimischen Oberfrankenhalle die Telekom Baskets Bonn mit 87:76 (38:38) und kletterten damit auf den elften Tabellenplatz in der Beko Basketball Bundesliga. Nach 30 ausgeglichenen Minuten entschied das Team von Marco van den Berg das Duell vor allem über Kampf und Leidenschaft. Osvaldo Jeanty, Danny Gibson und Corey Stokes fanden mit ihren Dreiern zu Beginn des Schlussabschnitts nicht nur das richtige Mittel gegen die Zonenverteidigung der Telekom Baskets, sondern brachten auch das Momentum auf die Seite der Gastgeber. Während die Gäste in der Folge auf beiden Seiten des Feldes zunehmend konzeptloser wirkten, bestach der BBC vor allem durch unbändigen Siegeswillen. „Wir haben heute gesehen, dass Basketball auch mit Herz gespielt wird. Von daher hat Bayreuth das Spiel verdient gewonnen. Wir haben drei Viertel lang ganz guten Basketball gespielt, das Spiel zwar nicht kontrolliert, aber eigentlich ständig eine Führung behauptet. Danach sind aber mehr oder weniger eingebrochen“, schmeckten Bonns Headcoach Michael Koch an alter Wirkungsstätte – er stand 1989 bei der bislang einzigen Meisterschaft im Bayreuther Trikot auf dem Feld – vor allem die im Schlussviertel kassierten 33 Punkte nicht. Hausherren kämpfen sich in kritischen Phasen zurück Beim Stande von 13:24 im ersten, 21:29 im zweiten und 40:49 im dritten Durchgang versäumten es die Rheinländer jeweils, sich weiter von ihrem Kontrahenten zu distanzieren. Den Hausherren dagegen gelang es, sich in kritischen Phasen mit viel Engagement wieder heranzukämpfen und in den ersten Minuten des letzten Viertels schließlich die Kontrolle zu übernehmen. „Das hat am Ende den Unterschied ausgemacht, denn es war über drei Viertel sehr schwer für uns, die kluge Offensive der Bonner zu stoppen“, beurteilte BBC-Cheftrainer Marco van den Berg die spielentscheidenden Sequenzen. Neben Gibson und Jeanty hatte insbesondere Corey Stokes, der den richtungsweisenden Dreier zum 70:62 traf, sein offensives Coming-out. Für van den Berg erfreulich, aber keine Überraschung: „Wir haben nie daran gezweifelt, dass das kommen würde. Viel wichtiger ist für mich, dass wir es als Team schaffen, unsere Schützen in Position zu bringen. Das ist uns gegen die Zone der Bonner zwei- , dreimal sehr gut gelungen. Der Erfolg hängt nicht von einem Mann ab, es ist Teamoffense. Darüber freue ich mich am meisten.“ Nächste schwere Aufgabe wartet Mit drei Siegen aus den letzten vier Partien trägt die Arbeit des Niederländers Früchte, vor allem aber das Bayreuther Spiel dessen Handschrift. Schon am kommenden Wochenende muss sich der erstarkte BBC jedoch erneut beweisen, wenn mit dem Gastspiel bei den Artland Dragons aus Quakenbrück eine schwere Auswärtsaufgabe auf dem Programm steht. „Heute freue ich mich über den Sieg, ab morgen beschäftige ich mich mit dem nächsten Gegner“, ließ van den Berg unmittelbar nach dem Sieg gegen Bonn aber keinen Zweifel daran, dass sein Team dann erneut gut vorbereitet ins Spiel gehen wird. BBC Bayreuth: Gibson (18), Jeanty (15), Ibekwe (13), Stokes (12), Smith (7), Hunter (7), Schmitz (6), Wyrick (4), Schmidt (3), Shtein (2) Telekom Baskets Bonn: Ensminger (19), Veikalas (15), Serapinas (15), Gaffney (13), Jordan (11), Buljan (2), Mangold (1), Hain, Thülig, Wohlfarth-Bottermann Ausführliches Scouting |