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Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 11:37 Uhr
Bayreuther Verletzungssorgen reißen nicht ab
Von Michael Birkhan (Foto: Sebastian Hader)   


Gleich um zwei Schulterverletzungen müssen sich die Ärzte und Physiotherapeuten des BBC Bayreuth derzeit kümmern. Nach Simon Schmitz, der sich am vergangenen Donnerstag im Training verletzte, traf es am Montag Stefan Schmidt – ebenfalls im Training. Beide gesellen sich zu den langzeitverletzten Kevin Hamilton und Corey Stokes. Brandon Hunter ist wieder im Training, über einen Einsatz gegen Tübingen wird jedoch erst im Laufe der Woche entschieden.


„Trotz der erheblichen Verletzungssorgen werden wir nicht jammern, sondern versuchen, mit dem stark dezimierten 'Rest-Kader' eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen. Unsere medizinische Abteilung um Prof. Klaus Fritsch, Dr. Bernd Otto und unsere Physiotherapeuten Tobias Herrmannsdörfer und Sebastian Reichenberger, der ich an dieser Stelle einmal ein Riesenkompliment aussprechen möchte, arbeitet quasi rund um die Uhr, um zumindest Brandon Hunter wieder auf das Parkett zurückzubringen. Marco van den Berg ist im Moment um seinen Job nicht zu beneiden, ist doch ein normaler Trainingsbetrieb schon seit längerem nicht mehr möglich“, schildert sich BBC-Geschäftsführer Manfred Schöttner die Situation.

Hunters Einsatz noch fraglich

Neben dem Rekonvaleszenten Tom Spöler, der in Ulm ein erstes Kurz-Comeback feierte, kehrte auch Brandon Hunter am Montag wieder ins Mannschaftstraining zurück. Während bei ihm vergangene Woche im Rahmen eines operativen Eingriffs der Bluterguss aus dem Oberschenkel entfernt wurde, ist Spölers Schulterverletzung offenbar so gut wie ausgeheilt. „Bei Brandon Hunter hat sich nach einer Muskelverletzung ein Bluterguss gebildet, der auf herkömmliche Weise nicht behandelbar war. Darum haben wir einen kleinen Eingriff vorgenommen“, erklärt Prof. Fritsch. „Ob er am Samstag spielen kann, wird sich noch klären, denn es bleibt abzuwarten, ob sich die Stelle, an der der Bluterguss war, nochmals füllt.“

Stokes kehrt in die USA zurück

Eine ernste Verletzung zog sich Corey Stokes beim Heimsieg über ALBA Berlin zu. Hier wurde nach der Rückkehr des Guard aus den USA eine genauere Untersuchung durchgeführt, deren Ergebnis das vorzeitige Saisonaus zur Folge hat. Stokes wird auf eigenen Wunsch in die USA zurückkehren und dort die Rehabilitation seiner Wadenverletzung mit den örtlichen Ärzten durchführen. „Es tut mir sehr leid, dass ich dem Team nicht weiter helfen kann, vor allem jetzt, wo wir immer besser zusammengefunden haben. Dennoch möchte ich nun versuchen, die Verletzung mit meinen Ärzten und Physiotherapeuten in den USA zu behandeln, wobei ich dem Team weiter die Daumen drücke und die Entwicklung selbstverständlich verfolgen werde. Ich danke dem BBC Bayreuth für die Erlaubnis, die Rückkehr in die USA schon jetzt vornehmen zu können. Den Fans danke ich für den tollen Support und wünsche dem Club alles Gute“, verabschiedet sich der Guard in die erzwungene vorzeitige Sommerpause.

Schmidt muss ein halbes Jahr pausieren

Unterschiedliche Folgen haben die Schulterverletzungen bei Simon Schmitz und Stefan Schmidt. „Simon Schmitz muss sich in dieser Woche noch schonen. Wenn er bis dahin schmerzfrei bleibt, kann er relativ zeitnah wieder zum Team stoßen. Sollten Schmerzen auftreten, dann muss er operiert werden und fällt circa ein halbes Jahr aus“, sagt Dr. Otto. Sein Kollege, Prof. Fritsch, hat bei der Verletzung von Stefan Schmidt hingegen keinen Grund zur Hoffnung: „Stefan Schmidt hat sich an der Schulter verletzt, die schon 2009 betroffen war. Auch wenn es an einer anderen Stelle als damals war, ist eine Operation unumgänglich. Somit wird er mindestens sechs Monate pausieren müssen und dem Team daher in der aktuellen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.“