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Montag, den 31. Oktober 2011 um 09:17 Uhr
„Ja, wir schaffen den Klassenerhalt!“
Von Ruben Baumann (Foto: Marcus Arth)   


Mit Beckham Wyrick hat sich der BBC Bayreuth in der Sommerpause meisterlich verstärkt. Der BBL-erfahrene Flügelspieler kann bereits eine Meisterschaft und einen Pokalsieg mit den Brose Baskets sowie einen Meistertitel in der Pro A mit dem FC Bayern München vorweisen. Mit COURT-VISION.DE sprach der US-Amerikaner über seine Entscheidung, nach Bayreuth zu wechseln, den Wechsel auf der Trainerbank und die Perspektiven der Wagnerstädter.


Beckham, hast Du Dich schon gut eingelebt in Bayreuth?

Beckham Wyrick: „Ja, ich habe mich bereits sehr gut an das Leben hier in Bayreuth gewöhnt. Da ich ja schon zwei Jahre in Bamberg und ein Jahr in München gespielt habe, kannte ich mich hier in der Gegend bereits relativ gut aus und fühle mich hier wirklich wohl.“

Wie Du selbst sagst, hast Du bereits in Franken, bei den Brose Baskets, gespielt. Was sind die größten Unterschiede zwischen den beiden Teams?


Beckham Wyrick: „Nun, offensichtlich hat Bamberg in den letzten drei Jahren sehr erfolgreich gespielt. Das liegt vor allem an Headcoach Chris Fleming und den Jungs in Bamberg, die wirklich wissen, wie man hart für den Erfolg arbeitet. Auch finanziell ist in Bamberg natürlich ganz anderes möglich als hier in Bayreuth, aber der Erfolg, das ist etwas, was wir auch hier in Bayreuth unbedingt wollen.“

Was hat für Dich den Ausschlag gegeben, nach Bayreuth zu wechseln?

Beckham Wyrick: „Ich wollte unbedingt weiter Profi-Basketball spielen. Ich kenne mich hier in der Gegend sehr gut aus und finde es gut, für den BBC Bayreuth spielen zu können. Ich habe viele Freunde im Umkreis aus meinen vergangenen Jahren in Bamberg und München, so dass ich es wirklich genieße, weiter hier in Bayreuth und auch Bayern zu leben.“

Wie siehst Du Deine Rolle in der Mannschaft?

Beckham Wyrick: „Ich möchte stets einen positiven Einfluss auf dem Feld, aber auch in der Kabine auf die anderen Jungs haben. Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, dass wir, obwohl wir schlecht gestartet sind, immer noch alle Möglichkeiten haben in dieser Saison.“

Gerade läuft es für den BBC nicht so rund. Andreas Wagner wurde beurlaubt und mit Marco van den Berg ein niederländischer Meistertrainer geholt. Der richtige Schritt?

Beckham Wyrick: „Ich denke, wir brauchten einen Wechsel. Andi ist ein wirklich großartiger Mensch und hervorragender Trainer. Aber am Ende des Tages musst du auch Spiele gewinnen und ich denke, nach dem schlechten Start in die Saison war der Druck einfach zu hoch, so dass ein Handeln notwendig war. Der neue Trainer hat eine wirklich positive Ausstrahlung. Hoffentlich kann er uns helfen, die Wende einzuläuten.“

Wie ist die derzeitige Stimmung innerhalb der Mannschaft?

Beckham Wyrick: „Nach dem tollen Sieg gegen Ludwigsburg und der Veränderung auf der Position des Headcoaches glaube ich, wirklich jeder sieht das als eine Art Neuanfang. Wir versuchen, die ersten vier Spiele aus unseren Köpfen zu bekommen und blicken nur noch nach vorn. Auf hoffentlich einige Siege, um wieder voll mit ins Rennen einzugreifen.“

Packt ihr den Klassenerhalt?

Beckham Wyrick: „Ja. Jedes Team in der Liga ist stark, so dass wir mit ein paar Siegen schon wieder genau da in der Tabelle stehen sollten, wo wir wollen. Ich glaube fest daran, dass alle im Team gut auf Marco van den Bergs neue Philosophie reagieren und unser Team sich so auch als Einheit verbessern wird.“

Du hast für zwei der vier Favoriten (München, Oldenburg, Berlin und Bamberg) auf den Beko-BBL-Titel bereits gespielt. Wer wird Deutscher Meister?

Beckham Wyrick: „Ich denke, die Meisterschaft geht dieses Jahr wieder nur über Bamberg. Sie waren das wirklich dominierende Team der letzten beiden Saisons und wenn wirklich jemand der Beste werden möchte, muss er zuerst einmal in der Frankenhölle in 'FreakCity' bestehen.“