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Freitag, den 06. Januar 2012 um 14:36 Uhr |
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(K)ein Spiel wie jedes andere |
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Von Sebastian Hader (Foto: Daniel Löb)
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Obwohl die Basketballer des FC Bayern München, abgesehen vom Aufstieg ins deutsche Oberhaus, sportlich noch nichts bewegt haben, kursiert die Begegnung mit dem Aushängeschild der letzten Jahre, den Brose Baskets, seit Monaten als “das Duell“ der Beko BBL. Am Samstag um 20.05 Uhr (SPORT1 live) ist es nun soweit: Der Deutsche Meister und Pokalsieger empfängt in der Stechert Arena den Emporkömmling.
Den hohen Erwartungen wurden im bisherigen Saisonverlauf allerdings eher die Gastgeber gerecht. Die von Medienseite ob ihrer prominenten Besetzung gehypten Bayern mussten dagegen erfahren, dass die Liga kein Selbstbedienungsladen ist – auch nicht für die bekannteste Marke im deutschen Sport. Mit einer Bilanz von neun Siegen und sieben Niederlagen rangiert die Mannschaft des zweimaligen Bamberger Meistertrainers Dirk Bauermann derzeit “nur“ auf dem achten Tabellenplatz. „Ich denke, es ist das eingetreten, was zu erwarten war. Eine neue Mannschaft lässt sich nicht in drei Monaten entwickeln“, sieht Baskets-Manager Wolfgang Heyder, der gemeinsam mit Bauermann das Erfolgsprojekt des mittlerweile vierfachen Meisters im Jahre 2001 bei Null begonnen hatte, die gegenwärtige Situation der Münchener trotz aller Rivalität sehr sachlich. „Dem Team weht ein rauer Wind entgegen, viele lieben die Bayern, viele hassen sie, jeder will gegen sie gewinnen. Insofern bin ich nicht überrascht von dem, was da passiert. Aber ich bin überzeugt davon, dass die Bayern kommen und eine starke Mannschaft haben werden.“
Fleming: Ein Spiel wie jedes andere
Ähnlich nüchtern bewertet Headcoach Chris Fleming, der 2008 das Zepter von Bauermann übernahm und zuletzt zweimal in Folge das Double in die Domstadt holte, das Aufeinandertreffen beider Kontrahenten: „Es ist ein wichtiges Spiel, aber es ist ein Spiel im Januar. Daher ist es für uns ein Spiel wie jedes andere.“ Für wenigstens vier Protagonisten in FCB-Diensten dürfte dies nicht gelten. Dirk Bauermann führte die Oberfranken in sieben Jahren aus dem Niemandsland an die Ligaspitze und gewann gemeinsam mit seinem “Ziehsohn“, dem gebürtigen Bamberger und heutigen Bayern-Kapitän Steffen Hamann, zwei Meistertitel. Demond Greene ging zwischen 2007 und 2009 für die Brose Baskets auf Korbjagd, ehe er über Griechenland den Weg in die bayerische Landeshauptstadt fand. Und auch Youngster Bastian Doreth schnupperte vor seinem Wechsel am Bamberger Profikader.
Druck ist nicht weniger geworden
Letzterer absolvierte in der laufenden Spielzeit verletzungsbedingt allerdings noch keine Partie. Noch schmerzlicher vermisst der Aufsteiger jedoch seinen Topscorer, Je'Kel Foster (15,5 Punkte pro Partie). Aufgrund eines Außenbandrisses ist der US-Amerikaner seit Ende November zum Zuschauen verdammt. Ohne ihren Mann für die entscheidenden Momente kassierten die Münchener zuletzt drei Auswärtsniederlagen in Folge, sechs sind es bis dato insgesamt in fremden Hallen. Der Druck vor dem Vergleich mit dem Tabellenführer ist damit nicht weniger geworden, weiß Nationalspieler Robin Benzing: „Wir müssen einfach umso stärker zurückkommen, ein gutes Spiel machen und das Ding gewinnen.“
Suput wohl wieder dabei
“Das Ding gewinnen“ wollen auch die Brose Baskets, um wie im vergangenen Jahr die Hinrunde als alleiniger Spitzenreiter abzuschließen. Nach durchwachsenen Vorstellungen zeigte die Formkurve der Bamberger im Heimspiel gegen Oldenburg wieder deutlich nach oben, stimmten defensives Engagement, Reboundarbeit sowie die Einsatzbereitschaft zuletzt schwächelnder Leistungsträger. Ein solcher kehrt zudem mit Predrag Suput, der in Bayreuth umgeknickt und daher am Mittwoch 40 Minuten geschont wurde, für das Schlagerspiel gegen den FC Bayern München auf das Parkett zurück.
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