Mittwoch, den 07. Dezember 2011 um 22:20 Uhr
Heiße Phase beginnt an der Costa del Sol
Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader)   


Mindestens dreimal dürfen die Brose Baskets in der Euroleague noch antreten, ob man auch 2012 noch auf kontinentaler Ebene mitmischen darf, hat man in diesen Begegnungen selbst in der Hand. Den Auftakt macht dabei das Auswärtsspiel bei Unicaja Malaga am Donnerstag ab 19.00 Uhr MEZ. Die Andalusier liegen aktuell mit einer Bilanz von 3:4 Siegen vor den Oberfranken (2:5) auf dem dritten Rang.

Während Bamberg am Mittwoch am Spielort Quartier bezog und trainierte, konnte man zumindest einen ersten kleinen Teilerfolg für sich verbuchen, weil weder Kaunas noch Zagreb gegen die beiden Topclubs der Gruppe aus Athen beziehungsweise Moskau gewinnen konnten, was die ohnehin schon knifflige Ausgangslage für den Deutschen Meister deutlich verkompliziert hätte. Nachdem die Litauer und Kroaten am letzten Gruppenspieltag noch aufeinandertreffen, benötigt Bamberg ohnehin schon auf jeden Fall minimal einen Sieg aus den letzten drei Duellen, nämlich den in der kommenden Woche gegen Kaunas. Sollte der mit weniger als elf Zählern Differenz ausfallen, hätte man im direkten Vergleich bei derselben Zahl von Siegen gegenüber dem Champion von 1999 das Nachsehen, weshalb ein weiterer Erfolg eine echte Lebensversicherung darstellen würde.

Rebounding für Bamberg essentiell

In Malaga, wo die Brose Baskets auch im Vorjahr den einzigen Auswärtssieg einfahren konnten, die bisherige Auswärtsseuche abzuschütteln, lautet daher die klare und unmissverständliche Zielvorgabe. „Dass wir unter Druck stehen, ist keine Frage. Wir müssen das Spiel gewinnen und trotzdem mit einer gewissen Lockerheit hineingehen, weil es unsere letzte Möglichkeit ist, wirklich die Chance auf die TOP16 zu erhalten. Ich bin deshalb sehr optimistisch, dass wir aus der Situation in Zagreb gelernt haben“, glaubt Manager Wolfgang Heyder an ein ähnlich engagiertes Auftreten wie in den Heimspielen, wo man trotz toller Vorstellungen ja unter anderem auch dem morgigen Kontrahenten unterlag. Die damals vor allem ursächliche Reboundschwäche schienen die Oberfranken am letzten Wochenende gegen Quakenbrück erstmals kollektiv anzugehen und tankten dabei ordentlich Selbstbewusstsein für die europäische Aufgabe.

Malaga wäre mit Sieg in TOP16

Daran sollte es im Palacio de los deportes J.M. Martin Carpena gegen das beste Reboundteam der Euroleague, das in der Regel von über 7.500 Anhängern unterstützt wird, auch besser nicht fehlen, um Schritt halten zu können. In Person von Center Joel Freeland, Luka Zoric, Jorge Garbajosa und nicht zuletzt Berni Rodriguez, dem Schützen des 78:79-Siegkorbes im Hinspiel, hat die Truppe von Chus Matteo viel Klasse und Erfahrung in ihren Reihen, auch wenn diese im Spielaufbau derzeit verletzungsbedingt etwas ausgedünnt scheinen. Für das wichtige Duell mit Bamberg werden die beiden Ex-BBL-Profis Valters und Rowland aber sicher alles versuchen, um aufzulaufen, immerhin steht auch für Unicaja einiges auf dem Spiel. Gewinnt man, ist das Ticket für die TOP16 gesichert, bei einer Niederlage fänden sich die Spanier mitten im Kampf um die beiden noch verbleibenden Spots wieder. Bamberg hätte freilich nichts dagegen.