Wir verlosen 1x2 Tickets für das Heimspiel der Brose Baskets gegen die Artland Dragons am Samstag, den 19. Mai 2012, um 14.30 Uhr in der Bamberger Stechert Arena. Zur Teilnahme senden Sie uns einfach eine E-Mail (Betreff: Brose-Verlosung) samt Kontaktdaten. Einsendeschluss ist der 18. Mai 2012.
Am Gewinnspiel teilnehmen
| Freitag, den 16. Dezember 2011 um 07:03 Uhr |
| Enttäuschung statt Euphorie |
| Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader) |
![]() Alles schien bereitet für einen großen Europapokalabend in Bamberg, ausgerechnet der Protagonist, die Mannschaft der Brose Baskets, warf das Drehbuch jedoch über den Haufen. Das Happy-End, ein Sieg gegen Zalgiris Kaunas und damit das Ticket in die Runde der besten 16 Teams Europas, blieb aus. Beim 68:82 (30:44) gegen Litauens Meister lief man von Anfang an einem Rückstand hinterher, den man nicht mehr aufholen konnte. Als einzig gute Nachricht eines verkorksten Abends bleibt den Franken, dass rein arithmetisch noch nicht aller Tage Abend ist. Gewinnt Zagreb nächste Woche in Kaunas und gelingt gleichzeitig Bamberg die Sensation, Panathinaikos Athen auch auswärts zu besiegen, erfüllt sich der Traum über Umwege doch noch. Verliert Bamberg, folgt der Sieger der Partie in Kaunas dem Trio Moskau, Athen, Malaga in die nächste Runde. Alle Trümpfe scheinen aufgrund des Heimvorteils nun beim Team um die litauischen Nationalspieler Kalnietis, Jankunas und Javtokas zu liegen, welches sich die komfortable Situation in Bamberg durch engagiertes und selbstbewusstes Auftreten erarbeitete. Ob des anfänglichen Zögerns und seltsam blutleeren Auftretens der Gastgeber nahm Zalgiris umgehend das Heft des Handelns in die Hand, zeigte mitunter auch durch kräftiges Zupacken Präsenz und feierte so letztlich einen Start-Ziel-Sieg. Bamberger Leistungsträger auf Tauchstation Just die drei Akteure in Bamberger Reihen, die bereits die Runde der besten 16 mit anderen Teams erreichen konnten, blieben an diesem Donnerstag am deutlichsten unter ihren Möglichkeiten. Während Predrag Suput im vierten Viertel den Eindruck der ersten 30 Spielminuten aber zumindest etwas korrigieren konnte und unter anderem mit einem Dreier zum 60:67, dem knappsten Resultat der zweiten Hälfte, auf sich aufmerksam machte, konnten Casey Jacobsen und Julius Jenkins die Partie in keiner Weise zu Bamberger Gunsten beeinflussen und gingen im wichtigsten Spiel der Saison auf Tauchstation. Hatten die beiden in Malaga mit ihren Würfen noch die Partie geprägt, standen sie diesmal im Schatten der Akteure auf der Gegenseite. Sonny Weems agierte weniger auffällig als im Hinspiel, lieferte aber dennoch eine rundum starke Leistung ab, während Mantas Kalnietis die Fäden auf dem Parkett die meiste Zeit über sicher in der Hand hielt. Zalgiris antwortet stets eiskalt Bis auf 20 Zähler baute Zalgiris seine Führung im zweiten Viertel aus, nachdem man die ersten Minuten beim Zwischenstand von 2:8 aus Gastgebersicht klar dominiert und auf den Anschluss zum 9:10 mit einem 10:2-Lauf seinerseits geantwortet hatte. Vor allem aus der Distanz konnte man im Gegensatz zu Bamberg immer wieder Wirkungstreffer setzen, während die Domstädter bis zur Pause lediglich einen einzigen Wurf von außerhalb der Zone – dabei 0/11 Dreierversuchen – im Korb unterbringen konnten. Bamberg verlor phasenweise den Kopf und konnte keinen wirklichen Run starten, um das Spiel eng zu machen. Suputs bereits erwähnter Dreier drei Minuten vor der Schlusssirene wurde von Delininkaitis nach einem simplen Block am Ball im direkten Gegenzug erwidert, ein Dreipunktspiel von Javtokas und zwei Freiwürfe später gab es keinerlei Zweifel mehr am Sieg der Balten. Stimmen zum Spiel: Aleksandar Trifunovic (Headcoach Zalgiris Kaunas): „Wir wussten um die Bedeutung dieses Spiels und wollten den Druck auf Bamberg vor deren Publikum abwälzen. Es gelang uns, die Partie mit Ausnahme der Offensivrebounds zu kontrollieren, die uns viele Fouls und Punkte kosteten. Ich bin stolz auf das Team, wir haben keine leichte Zeit und ich hoffe, dass uns das Erlebnis heute dabei hilft, die Mannschaft zu werden, die wir werden können und wollen.“ Chris Fleming (Headcoach Brose Baskets): „Zunächst geht mein Dank an unsere Fans für die unglaubliche Stimmung, außerdem mein Glückwunsch an Kaunas. Ich erzähle keinem etwas Neues, wenn ich sage, dass sie den Sieg hier sehr verdient haben und auf unserem Feld mehr Energie als wir abriefen. Meine Enttäuschung kann ich kaum in Worte fassen, vor allem über das Wie der Niederlage. Druck als Grund für das Auftreten kann ich mir nicht vorstellen, wir haben ein Euroleague-Budget, -Umfeld und trainieren entsprechend – da spielt Druck keine Rolle. Die kollektive Investition war einfach nicht hoch genug, wir haben am Anfang verpennt, mit Energie und Einsatz unser Spiel durchzusetzen. Ein Weiterkommen wird nun sehr schwierig, auch wenn wir von unserer Seite aus alles versuchen werden.“ Brose Baskets: Suput (16), Roberts (13), Slaughter (10), Tucker (9), Gavel (7), Jacobsen (7), Jenkins (3), Tadda (1) Zalgiris Kaunas: Kalnietis (14), Weems (14), Popovic (13), Delininkaitis (12), Jankunas (10), Javtokas (7), Klimavicius (5), Collins (3), Kuzminskas (2), Rakovic (2), Butkevicius, Lipkevicius Ausführliches Scouting - Anzeige - |