Wir verlosen 1x2 Tickets für das Heimspiel der Brose Baskets gegen die Artland Dragons am Samstag, den 19. Mai 2012, um 14.30 Uhr in der Bamberger Stechert Arena. Zur Teilnahme senden Sie uns einfach eine E-Mail (Betreff: Brose-Verlosung) samt Kontaktdaten. Einsendeschluss ist der 18. Mai 2012.
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| Dienstag, den 15. November 2011 um 16:13 Uhr |
| Bambergs EL-Gegner (5): Panathinaikos Athen |
| Von Nils Pelikan (Foto: Daniel Löb) |
![]() In dieser Woche steht für das Bamberger Publikum wieder einmal ein echtes Schmankerl auf der Basketball-Speisekarte, wenn die Brose Baskets am Donnerstag im Euroleague-“Spiel der Woche“ Panathinaikos Athen empfangen. Ähnlich wie bei ZSKA Moskau tummeln sich bei den Griechen zahlreiche europäische Topstars, von denen manch einer sogar schon den Status einer lebenden Legende erreicht hat. Angesprochen auf den kommenden Gegner, weiß dementsprechend auch der sonst so wortgewandte Bamberger Co-Trainer Arne Woltmann erst einmal nicht, wo er anfangen und wo aufhören soll: „Was soll man über Panathinaikos sagen… Sie sind das erfolgreichste Team in Europa, wenn man die letzten Jahre betrachtet, und haben bereits sechsmal die Euroleague gewonnen. Die Mannschaft verfügt über viele Spieler mit Erfahrung und einen Coach, der schon achtmal die Euroleague gewonnen hat, Jasikevicius, der sie viermal gewonnen hat, also Titel noch und nöcher.“ Die letzte Addition zur umfangreichen Pokalsammlung der Athener erfolgte in der letzten Saison, als amtierender Euroleague-Champion strebt der Club nun die Titelverteidigung an. Als Grundlage dafür wurden gleich neun Spieler der vergangenen Spielzeit weiter an den Verein gebunden und nur punktuell, dafür qualitativ aber äußerst hochwertig, auf dem Spielermarkt eingekauft. Trainerlegende Zeljko Obradovic hofft mit seiner erfahrenen und auf allen Positionen absolut topbesetzten Mannschaft auf eine weitere erfolgreiche Saison für den Club, der sich in den letzten 15 Jahren sechsmal die europäische Krone aufsetzen konnte. Diamantidis sechsmal bester Verteidiger des Wettbewerbs Volles Vertrauen kann Obradovic vor allem in seinen hervorragenden Spielgestalter haben: Dimitris Diamantidis wurde letzte Saison zum besten Spieler der Euroleague gewählt, führte die Liga in Assists an und wurde bisher sechsmal als bester Verteidiger des Wettbewerbs ausgezeichnet. Der griechische Aufbauspieler und Europameister von 2005 besticht aber nicht nur durch seine extrem gute Verteidigung, sondern glänzt auch als Regisseur und Scorer (in der laufenden Saison bisher 10,3 Punkte pro Partie, 5,5 Assists, 78 Prozent Dreier- und 100 Prozent Freiwurfquote). Diamantidis zur Seite steht mit Nick Calathes der Aufbauspieler der griechischen Nationalmannschaft, der ebenfalls ein hartnäckiger Verteidiger und schneller Scorer ist, aber immer ein Auge für den freien Mitspieler hat. Von der Bank kommt mit dem amerikanischen Neuzugang David Logan ein Combo-Guard, der 2008/2009 die meisten Ballgewinne pro Euroleague-Partie sammelte und durch seinen guten Schuss und seine Athletik besticht. Komplettiert wird die Rotation auf den kleinen Positionen durch niemand anderen als das litauische Basketballidol Sarunas Jasikevicius: Der 35-Jährige, der die Euroleague bereits 2003 mit dem FC Barcelona, 2004 und 2005 mit Maccabi Tel Aviv und 2009 mit Panathinaikos Athen gewinnen konnte, ist noch immer einer der ausgefuchstesten Spielmacher, besten Schützen und lautstärksten Anführer des europäischen Basketballs, wie im Sommer seine Auftritte im Dress der litauischen Auswahl bei der Heim-EM zeigten. Sato bisheriger Topwerfer Auf den Flügelpositionen tummeln sich hochkarätige Empfänger für die Anspiele von Diamantidis, Jasikevicius & Co. Bisheriger Topwerfer des Teams in der Euroleague ist mit elf Punkten pro Partie das zentralafrikanische Kraftpaket Romain Sato, der sich zudem noch 5,3 Rebounds im Schnitt angelt. Der ehemalige Oldenburger Steven Smith (8,5 Punkte in zwölf Spielen in der Beko-BBL-Saison 2010/2011) startet neben Sato und lieferte bisher ebenfalls mehr als zehn Punkte pro Partie ab. Von der Bank kommt mit Kostas Kaimakoglou ein 2,05m großer Forward, der über einen hervorragenden Schuss verfügt und bisher sieben seiner neun Dreierversuche in der Euroleague versenkte. Der seit Saisonbeginn verletzte Stratos Peperoglou soll, wenn er dann im Laufe der Spielzeit vollständig genesen ist, für weitere Alternativen im Spiel von Panathinaikos sorgen. Unter den Körben wartet Schwerstarbeit Unter den Körben warten wieder einmal schwierige Aufgaben auf die Bamberger Center. Allen voran Mike Batiste, der bereits seit 2003 für Athen spielt, ist mit seiner Athletik und seiner Erfahrung ein harter Brocken. Der 33-jährige Amerikaner beeindruckt nicht nur durch seine kraftvollen Dunkings und Monsterblocks, sondern auch durch ein erstaunlich weiches Händchen aus der Halbdistanz. Aleks Maric hofft nach einer verletzungsgeplagten letzten Saison wieder an alte Leistungen aus der Saison 2009/2010 anzuknüpfen, als er in das All-Euroleague-First-Team gewählt wurde und somit quasi zum besten Center der damaligen Spielzeit ernannt wurde. Nach dem Ausfall von Abwehranker und Routinier Kostas Tsartsaris, der sich letzte Woche eine Fußverletzung zuzog, müssen nun auch Ian Vougiouas und Pat Calathes, der Bruder von Aufbauspieler Nick, mehr Verantwortung übernehmen. Vouigiouas verfügt über zahlreiche Center-Bewegungen und ist ein aggressiver Offensiv-Rebounder, während Calathes hauptsächlich mit seinem für einen Power Forward hervorragenden Schuss beeindruckt, bisher aber noch keine Einsatzzeit bekommen hat. Zweite Chancen für Athen verhindern Für die Bamberger, die momentan das schlechteste Rebound-Team der gesamten Euroleague sind, gilt es vor allem unter den Körben extrem hart zu arbeiten, sich möglichst viele Abpraller zu sichern und so den Griechen möglichst wenig zweite Chancen zu ermöglichen. Ein weiterer Knackpunkt wird sein, dass Zahl der Ballverluste weiterhin so gering wie möglich zu halten: Mit 9,8 Ballverlusten produzieren die Bamberger die zweitwenigsten der Liga, allerdings steht diesmal mit Panathinaikos das Team der besten Balldiebe (11,5 Steals pro Partie) als Gegner auf dem Parkett. Das Brose-Baskets-Trainerteam um Chris Fleming wird vor allem die Partie der letzten Woche zwischen Panathinaikos Athen und ZSKA Moskau ausführlich unter die Lupe genommen haben. Die Griechen unterlagen den Russen mit 76:78 nach Verlängerung, obwohl sie kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit zweimal die Möglichkeit auf den Sieg hatten. Vor allem die Tatsache, dass Dimitris Diamantidis keinen Wurf aus dem Feld nahm, stach in der Spitzenbegegnung hervor. Nach einem spielfreien Wochenende haben die Athener allerdings laut Coach Obradovic die Niederlage aufgearbeitet und sich voll auf die Partie in der “Frankenhölle“ und die Spielweise der Brose Baskets mit ihren wechselnden Verteidigungsarten vorbereitet. Mit der geballten Erfahrung der Mannschaft – allein Diamantidis, Jasikevicius und Batiste haben zusammen bereits 476 Euroleague-Partien auf dem Buckel – sollten die Athener auch fähig sein, die Verletzung von Tsartsaris wegzustecken und die kleineren Mängel aus dem Moskau-Spiel schnell zu beseitigen. Panathinaikos sehr gut im Detail Die Brose Baskets sind eindeutiger Außenseiter gegen die Startruppe aus Athen, wie bereits bei den Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Euroleague-Saison 2007/2008, als es mit 61:66 (in Athen) und 58:72 (in Bamberg) Niederlagen für die Oberfranken setzte. Laut Co-Trainer Woltmann haben sich die Bamberger jedoch eine Strategie zurechtgelegt, mit deren Hilfe eine Überraschung gelingen soll: „Panathinaikos ist eine Mannschaft, die sehr gut im Detail ist, hervorragend verteidigt und offensiv im Pick-and-Roll wohl so ziemlich das Beste ist, was man in Europa finden kann. Unsere Aufgabe ist es, das Spiel schnell zu machen. Wir müssen den Ball gut bewegen. Was Athen wirklich hervorragend macht, ist, dass sie in allen Spielen bislang, die sie gewonnen haben, ab einem gewissen Zeitpunkt den defensiven Druck stark erhöht haben. Da müssen wir ruhig bleiben, da müssen wir trotzdem weiterhin den Extrapass spielen. Wenn man dann in Hektik verfällt, wird’s schwierig. Wenn Athen erst einmal mit zehn, zwölf Punkten führt, ist das Spiel quasi beendet, zumindest war das in den bisherigen Spielen so. ZSKA war bisher die einzige Mannschaft in unserer Gruppe, der es gelungen ist, sie zu schlagen, auch noch in Athen. Das haben sie geschafft, indem sie – auch in Phasen, in denen sie hinten lagen – ihren Stiefel weitergespielt haben. Natürlich sind wir nicht mit Moskau zu vergleichen, aber allein von der Spielruhe, die sie in den wichtigen Momenten gezeigt haben, können wir viel lernen und so müssen wir uns ebenfalls verhalten.“ |