Wir verlosen 1x2 Tickets für das Heimspiel der Brose Baskets gegen die Artland Dragons am Samstag, den 19. Mai 2012, um 14.30 Uhr in der Bamberger Stechert Arena. Zur Teilnahme senden Sie uns einfach eine E-Mail (Betreff: Brose-Verlosung) samt Kontaktdaten. Einsendeschluss ist der 18. Mai 2012.
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| Dienstag, den 08. November 2011 um 19:34 Uhr |
| Bambergs EL-Gegner (4): Zalgiris Kaunas |
| Von Nils Pelikan (Foto: Daniel Löb) |
![]() In dieser Woche steht für die Brose Baskets ein weiteres vorentscheidendes Spiel für das Erreichen des TOP16 in der Euroleague an, wenn die Bamberger am Donnerstag (ab 19.00 MEZ live bei SPORT1) auf Zalgiris Kaunas treffen. Austragungsort des Spiels wird die neue Heimstätte der Litauer sein, die erst in diesem Jahr zur Europameisterschaft eröffnete, 14.500 Zuschauer fassende Zalgirio Arena. Die Mannschaft aus der zweitgrößten Stadt Litauens legte bisher den schlechtesten Euroleague-Start der Vereinsgeschichte hin und verlor alle drei Partien in der Gruppe B. Im Auftaktspiel fertigte ZSKA Moskau die Balten mit 87:74 ab, gegen Malaga folgte in einer hart umkämpften Partie eine 78:85-Niederlage nach Verlängerung, ehe die Mannschaft unter dem neuen Trainer Aleksandar Trifunovic in der vergangenen Woche mit dem 75:92 gegen Athen eine weitere empfindliche Schlappe kassierte. Der 44-jährige Serbe Trifunovic übernahm erst Anfang November das Zepter bei Zalgiris, nachdem sein Vorgänger Ilias Zouros bereits früh in der Saison gefeuert wurde. Von Trifunovic erhofft sich Club-Präsident, Nationalheld und Center-Legende Arvydas Sabonis vor allem eine bessere Kontrolle über die Mannschaft und ganz viel Euroleague-Erfahrung, nachdem der neue Headcoach bereits zweimal mit dem Rivalen Lietuvos Rytas das TOP16 erreichen konnte (2007/2008 und 2010/2011). Lawson monierte Trainingsmethoden Auch eine der prominenten Neuverpflichtungen erhofft sich wohl deutlich mehr vom neuen Trainer: US-Guard Ty Lawson hatte sich im Oktober über die Internet-Plattform Twitter über die Trainingsmethoden des Teams beschwert. Der flinke Amerikaner, der die letzten Jahre für die Denver Nuggets in der NBA auflief und dort letzte Saison 11,7 Punkte und 4,7 Assists pro Partie auflegte, erzielte dann auch gleich 14 Punkte im ersten Euroleague-Spiel unter dem neuen Cheftrainer. Neben Lawson spielt bei Kaunas mit Marko Popovic der letztjährige EuroCup-Final-MVP auf den kleinen Positionen: In Diensten von Unics Kasan produzierte der wurfstarke Kroate im zweitstärksten europäischen Vereinswettbewerb 13,8 Punkte und 5,8 Vorlagen pro Partie und war damit einer der Garanten für den EuroCup-Gewinn der Russen. Wiedersehen mit DeJuan Collins Zudem verfügen die Balten mit Mantas Kalnietis über einen mit 1,95m Körpergröße relativ großen Guard, der vor allem für seine aggressive Verteidigung und sein Fastbreak-Spiel bekannt ist. Kalnietis ist einer von zwei Zalgiris-Akteuren, die bereits in der Saison 2005/2006 zweimal gegen Bamberg (damals noch GHP) gewinnen konnten (der zweite im Bunde ist Paulius Jankunas). Ein Spieler, der für kurze Zeit sogar in Bamberg gespielt hat, komplettiert das Guard-Quartett der Litauer: DeJuan, genannt D.C., Collins wurde für die Saison 2006/2007 nach Bamberg geholt, allerdings nach disziplinarischen Verfehlungen bereits Ende Dezember 2006 wieder entlassen, woraufhin er zum ersten Mal bei Zalgiris anheuerte. Zur letzten Saison kehrte der US-Amerikaner, der am 20. November 35 Jahre alt wird, wieder zurück nach Litauen und gewann mit Kaunas zum zweiten Mal die Litauische Meisterschaft. Vor seinem Engagement in Bamberg war Collins bereits für mehrere Jahre in Tübingen – dort verbuchte er in der Saison 2001/2002 sowohl die meisten Punkte (23,7) als auch die meisten Ballgewinne (2,48) der Bundesliga – und für Berlin in Deutschland aktiv. Weems drittbester Scorer der bisherigen Saison Auf der Flügelposition läuft mit Sonny Weems der momentan wohl gefährlichste Spieler von Zalgiris Kaunas als Starter auf: Der athletische Forward mit NBA-Erfahrung (letzte Saison 9,2 Punkte pro Partie für die Toronto Raptors) ist derzeit der drittbeste Scorer der laufenden Euroleague-Saison mit 19,3 Punkten pro Partie. Unterstützt wird Weems auf dem Flügel von Paulius Jankunas, einem absoluten Mannschaftsspieler und Allrounder, der immer die Dinge abliefert, die sein Team am meisten braucht und der um jeden Ball kämpft. Der 2,05m-Hüne Mindausgas Kuzminskas läuft ebenfalls als Small Forward auf und sorgt durch seine Größe für reichlich Matchup-Probleme. Center stehen für Physis und harte Arbeit In der Offensive strahlen die Center von Zalgiris Kaunas zwar nicht immer die größte Gefahr aus, sind aber durch ihre harten Blöcke und ihr Reboundverhalten trotz allem unersetzlich. Milovan Rakovic und der kantige Robertas Javtokas stehen vor allem für physisches Spiel und harte Arbeit: Mit ihrem hervorragenden Einsatz sichern sich Rakovic und Javtokas zahlreiche Abpraller und schaffen so die Basis für das schnelle Fastbreak-Spiel der Aufbau- und Flügelspieler. In den bisherigen drei Partien verbuchte die Mannschaft von Zalgiris Kaunas die zweitmeisten Defensivrebounds aller Euroleague-Teams. Komplettiert wird der Kader der Litauer durch die Rollenspieler Milaknis, Delininkaitis (beide Guards), Klimavicius (Forward) und Samhan (Center), die Energie von der Bank bringen sollen und den renommierten Spielern so Pausen verschaffen sollen. Bamberger Trainerteam setzt auf eigene Stärken Bambergs Assistenztrainer Arne Woltmann schätzt Kaunas trotz des verpassten Starts als gut aufgestellte und tief besetzte Mannschaft ein und warnt vor allem vor den Aufbau- und Flügelspielern des Gegners: „Herausragend ist sicher Sonny Weems, der viel ihrer Offensivlast trägt. Aber neben ihm hat das Team mit Ty Lawson, DeJuan Collins und Marko Popovic weitere Spieler, die ein Spiel entscheiden können. Wichtig wird sein, die Außenspieler zu stoppen, auch wenn Zalgiris in der Zone mit dem erfahrenen Robertas Javtokas und mit Milovan Racovic ebenfalls sehr gut besetzt ist.“ Das Bamberger Trainerteam will sich in Kaunas vor allem auf die eigenen Stärken besinnen, um so die Grundlage für ein Weiterkommen ins TOP16 zu schaffen: „Wir müssen das Tempo bestimmen, dürfen Zalgiris nicht ins Laufen kommen lassen, denn dann sind sie sehr stark aufgrund ihrer Athletik. Und wir müssen unsere Setplays durchspielen und so wenig Ballverluste wie möglich produzieren, dann haben wir auch eine Chance, dort zu gewinnen.“ |