Wir verlosen 1x2 Tickets für das Heimspiel der Brose Baskets gegen die Artland Dragons am Samstag, den 19. Mai 2012, um 14.30 Uhr in der Bamberger Stechert Arena. Zur Teilnahme senden Sie uns einfach eine E-Mail (Betreff: Brose-Verlosung) samt Kontaktdaten. Einsendeschluss ist der 18. Mai 2012.
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| Dienstag, den 01. November 2011 um 17:38 Uhr |
| Bambergs EL-Gegner (3): Unicaja Malaga |
| Von Nils Pelikan (Foto: Daniel Löb) |
![]() Am Donnerstag bestreiten die Brose Baskets ihr zweites Euroleague-Heimspiel dieser Saison und hoffen darauf, auch zum zweiten Mal das heimische Parkett als Sieger zu verlassen. Bambergs Gegner gelang es allerdings in der letzten Saison bereits, zwei Punkte aus der “Frankenhölle“ zu entführen. Damals konnte Unicaja Malaga das Spiel in der Stechert Arena knapp mit 69:65 gewinnen. Laut Brose-Baskets-Manager Wolfgang Heyder werden die Bamberger Profis aber alles daran setzen, diese offene Rechnung in dieser Woche zu begleichen. Assistant Coach Arne Woltmann bezeichnet die Begegnung als weiteres Endspiel um das Erreichen der nächsten Runde und warnt: „Malaga ist ein sehr guter Gegner und hat sich im Vergleich zum letzten Jahr stark verbessert, wobei er im letzten Jahr auch schon sehr gut war.“ Im besagten letzten Jahr drangen die Spanier, wie bereits in den fünf Spielzeiten zuvor, einmal mehr in die Runde der besten 16 Mannschaften der Euroleague vor, wenngleich erst kurz vor Beginn der TOP16-Spiele mit Chus Mateo ein neuer Trainer verpflichtet wurde. In der ACB erst ein Spiel verloren Der 42-Jährige, der zuvor nur einen Trainerjob beim Zweitligisten aus Zaragoza hatte, ansonsten aber hauptsächlich als Co-Trainer (u.a. bei der spanischen Nationalmannschaft) tätig war, konnte für diese Spielzeit nun erstmals eine Mannschaft nach seinen Wünschen zusammenstellen. Trotz vieler Veränderungen scheint Mateo eine gute Mischung gefunden zu haben: Erst am vergangenen Wochenende verlor Unicaja das erste Spiel in der spanischen ACB und führt nun mit vier Siegen und einer Niederlage punktgleich mit den großen Mannschaften von Real Madrid und dem FC Barcelona die Tabelle an. Ex-Bundesligaspieler im Spielaufbau Bei den Neuverpflichtungen lag das Hauptaugenmerk darauf, die Mannschaft robuster und athletischer zu machen, um so in der Verteidigung besser stehen zu können und mehr Punkte aus Schnellangriffen zu erzielen. Dies wird vor allem auf der Aufbau-Position deutlich, die mit zwei Euroleague-Neulingen und ehemaligen Bundesligaspielern besetzt wurde: In der Startformation stand bisher E.J. Rowland, der in der Saison 2007/2008 bei den Artland Dragons unter der Führung von Chris Fleming den Deutschen Pokal gewann und in der darauffolgenden Saison mit den Telekom Basktes Bonn um Haaresbreite die Meisterschaft verpasste. Coach Mateo schätzt vor allem die bissige Verteidigung und die gute Spielübersicht des US-Guards, der seit 2009 auch die bulgarische Staatsbürgerschaft besitzt und für die dortige Nationalmannschaft aufläuft. Von der Bank der Spanier kommt mit Kristaps Valters ein weiterer brandgefährlicher Spieler, der in der bisherigen Euroleague-Saison mit 16,5 Punkten, 4,5 Rebounds und einer Dreierquote von 40 Prozent pro Spiel besticht. Der lettische Nationalspieler spielte von 2004 bis 2006 für die EWE Baskets Oldenburg und lieferte seine persönliche Bundesliga-Bestleistung mit 24 Punkten damals ausgerechnet in Bamberg ab. Erfahrene Allrounder auf dem Flügel Auf den Flügelpositionen tummelt sich mit den beiden Amerikanern Gerald Fitch und Tremmell Darden, dem Kroaten Hrovje Peric und den beiden Spaniern Saul Blanco und Berni Rodriguez eine Mischung aus erfahrenen Allroundern. Fitch kann sich innen wie außen Würfe kreieren, vergisst dabei jedoch nie seine besser postierten Mitspieler in Szene zu setzen. Weltenbummler Darden spielte bereits in der Türkei, Belgien, Australien und Frankreich, ist ein hervorragender Teamplayer und erzielt in der spanischen Liga bisher 11,4 Punkte pro Begegnung. Der routinierteste unter den Flügelspielern ist aber unbestritten Berni Rodriguez: Der Weltmeister von 2006 ist das Urgestein Malagas und geht bereits in die 13. Saison mit dem Club. Auch Peric und Blanco verfügen über reichlich Erfahrung, starteten bereits in der Euroleague und sind auf mehreren Positionen einsetzbar. Prunkstück unter den Körben Das Prunkstück von Malaga ist aber unbestritten unter den Körben zu finden, wie auch Woltmann weiß: „Unicaja ist eine sehr große Mannschaft, hat zum Beispiel unterm Korb mit Sinanovic 2,22m rumstehen, und spielt mit Joel Freeland auf der Vier, der im letzten Jahr hauptsächlich auf der Position fünf gespielt hat und auch 2,08m groß ist.“ Nedzad Sinanovic verfügt wie Valters und Rowland ebenfalls über Bundesliga-Erfahrung, die der bosnische Schlacks in der Saison 2007/2008 in Diensten der Köln 99ers sammelte. Mit Freeland trägt einer der talentiertesten Centerspieler Europas die Farben von Unicaja: Im letzten Jahr war der 24-jährige Brite der effektivste Center der Euroleague, was auch die 19 Punkte in der Partie in Bamberg unter Beweis stellten. Ähnlich wie Tibor Pleiß steht auch Freeland unter der Beobachtung der NBA-Talentsucher, vor einigen Jahren sicherten sich die Portland Trailblazers vorsorglich schon einmal die Rechte an ihm. Komplettiert wird die Center-Riege der Spanierdurch den kroatischen Nationalspieler und letztjährigen MVP der Adria-Liga, den 2,11m-Mann Luka Zoric, und den erfahrenen Haudegen Jorge Garbajosa. Letzterer sicherte sich bereits 2006 die Spanische Meisterschaft mit Unicaja Malaga und fand im Laufe der letzten Saison nach Spielzeiten beim NBA-Club Toronto Raptors, bei Khimki Moskau und Real Madrid wieder zurück nach Andalusien. Der 33-jährige Garbajosa, Weltmeister 2006 und Europameister 2009, muss mittlerweile diversen Fußverletzungen Tribut zollen, ist aufgrund seiner Erfahrung, seines Einsatzes und seiner Abgezocktheit aber noch immer eine Bereicherung für seine Mannschaft. Der Einsatz des Routiniers ist allerdings fraglich, nachdem er bereits bei der Niederlage am letzten Wochenende verletzt pausieren musste. Woltmann: Wissen, was auf uns zukommt Für die Euroleague-Saison hat sich der Club wieder einmal das Erreichen der TOP16 als Ziel auserkoren, allerdings mit der leisen Hoffnung, nach 2006/2007 zum zweiten Mal das Final Four zu erreichen. Nach einer deutlichen Auftaktpleite gegen Panathinaikos Athen (77:98) und einem Zittersieg gegen Zalgiris Kaunas (85:78 nach Verlängerung) werden die Spanier alles versuchen, um wie in der letzten Saison wieder zwei Punkte aus der Stechert Arena zu entführen. Der Bamberger Trainerstab um Headcoach Chris Fleming hat sich aber bestens auf Unicaja Malaga eingestellt. Assistenztrainer Woltmann: „Wir wissen, was auf uns zukommt. Es ist ein sehr athletisches Team, sie spielen eine wirklich gute Verteidigung – da ist es von unserer Seite aus gefragt, unsere Systeme gut durchzulaufen, gute Blöcke zu setzen und danach den Ball gut zu bewegen und den offenen Mann zu finden. Defensiv müssen wir Malaga die Fastbreak-Punkte wegnehmen, da sind sie sehr stark. Insbesondere Freeland läuft sehr gut das Feld rauf und runter und findet früh Ausstiegsoptionen. Die athletischen Guards Rowland und Valters müssen wir auch vor uns halten können, beide suchen sehr viel das Eins gegen Eins – insbesondere nach Ballscreen-Situationen, wo es entscheidend ist, dass wir deren Spielräume einengen und sie so nicht in ihre Set-Offense kommen lassen.“ |