Wir verlosen 1x2 Tickets für das Heimspiel der Brose Baskets gegen die Artland Dragons am Samstag, den 19. Mai 2012, um 14.30 Uhr in der Bamberger Stechert Arena. Zur Teilnahme senden Sie uns einfach eine E-Mail (Betreff: Brose-Verlosung) samt Kontaktdaten. Einsendeschluss ist der 18. Mai 2012.
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| Freitag, den 23. Oktober 2009 um 20:04 Uhr |
| „Die Artland Dragons sollte man auf der Rechnung haben!“ |
| Von Sebastian Hader (Foto: Daniel Löb) |
![]() Nicht nur für den früheren Quakenbrücker und heutigen Bamberger Trainer Chris Fleming, auch für Darren Fenn ist das Aufeinandertreffen zwischen den Artland Dragons und den Brose Baskets kein Spiel wie jedes andere. Vor seinem Wechsel zu den Norddeutschen ging der US-Amerikaner zwei Jahre für die Oberfranken, mit denen er 2007 Deutscher Meister wurde, auf Korbjagd. Vor dem Wiedersehen am Sonntag stand Fenn COURT-VISION.DE für ein kurzes Interview zur Verfügung. Die Artland Dragons sind sehr erfolgreich in die Saison gestartet. Wo liegen die Hauptunterschiede zwischen der Mannschaft dieser und der letzten Spielzeit? Darren Fenn: „In erster Linie in der Tiefe unseres Kaders. Wir haben neun, zehn Spieler in unseren Reihen, die ohne Weiteres in der Startformation stehen könnten. Das Schöne dabei ist, dass bislang keinerlei Ego-Probleme hinsichtlich der Einsatzzeiten oder Wurfverteilung aufgetreten sind. Wir haben eine Truppe, die einfach nur gewinnen will. Das kombiniert mit unserer Athletik und der Tatsache, dass sich auf sowie abseits des Feldes alle gut verstehen, macht das Team sehr interessant.“ Bamberg hatte einige Probleme, verlor gegen Oldenburg sowie in Ulm und verspielte gegen Tübingen einen großen Vorsprung. Verfolgst Du die Vorgänge in Bamberg? Darren Fenn: „Natürlich interessiere ich mich dafür, was meine früheren Teams machen. Erst recht, weil ich selbst noch in der Bundesliga spiele. Von Zeit und Zeit informiere ich mich sogar noch über die Mannschaften, bei denen ich vor meiner Zeit in Deutschland unter Vertrag stand, auch wenn das mittlerweile schon etwas länger her ist. Grundsätzlich gilt meine volle Konzentration aber den Dragons. Solange ich hier spiele, dreht sich alles um sie und ich werde alles tun, um diese Saison zu einer erfolgreichen für mein Team zu machen.“ Wir blicken gespannt auf ein interessantes Duell, wenn am Sonntag die Artland Dragons auf die Brose Baskets treffen. Was werden die entscheidenden Aspekte sein? Darren Fenn: „Ich denke, beide Teams haben erfahrene Trainer und werden gut vorbereitet sein. Bamberg wird nach der Niederlage in Ulm sicher mit viel Energie, Leidenschaft und hoher Intensität ins Spiel gehen. Gerade vor heimischer Kulisse wird es wichtig für uns sein, von Beginn an dagegen zu halten. Ich weiß, wie gerne Chris Fleming an alter Wirkungsstätte gewinnen würde und darauf wird er sicher auch seine Mannschaft einschwören. Solange wir unsere Energie hoch und die Anzahl an unnötigen Fehlern und Ballverlusten niedrig halten können, haben wir gute Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden.“ Stehst Du noch in Kontakt mit früheren Teamkollegen, wie zum Beispiel Casey Jacobsen? Darren Fenn: „Klar tausche ich mich mit Casey aus, wenn wir uns sehen. Auch unsere Frauen sind gute Freundinnen geworden. Die engste Verbindung halte ich aber zu Chris Ensminger. Wir sind in den zwei Jahren, in denen wir zusammen gespielt haben, echte Kumpels geworden. Es war großartig zu sehen, wie stark Chris im vergangenen Jahr für Paderborn gespielt hat und wie gut es bislang mit Bonn für ihn läuft. Er war über Jahre hinweg einer der besten Center der Liga und ich habe großen Respekt vor ihm als Spieler und als Person. Gelegentlich spreche ich auch noch mit ein paar anderen Mitgliedern der Meistermannschaft von 2007 oder mit Jungs, mit denen ich über die Jahre zusammengespielt habe.“ Wie wichtig war die Rückkehr von Casey Jacobsen für die Brose Baskets? Darren Fenn: „Es war für beide Seiten ein tolle Sache, denke ich. Quasi eine Win-Win-Situation. Casey ist ein vielseitiger Spieler, der viel mehr als nur punkten kann. Er kann einer Mannschaft an beiden Enden des Feldes enorm viel geben und ist auch ein wichtiger Faktor, was die Chemie eines Teams angeht. Für ihn selbst war es meiner Meinung nach auch eine gute Entscheidung, nach Bamberg zurückzukehren. Seine Familie fühlt sich wohl dort und die Fans und das Management wissen, was sie an ihm haben. Ich bin mir sicher, er wird eine erfolgreiche Saison spielen. Ich wünsche ihm viel Glück.“ Was sind Deine Ziele mit den Artland Dragons in dieser Saison? Woran muss das Team Deiner Meinung nach noch arbeiten? Darren Fenn: „Wir haben eine starke Mannschaft, aber es gibt noch viele Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Man möge mir nachsehen, dass ich an dieser Stelle nicht unsere Schwächen preisgebe. Die soll jeder selbst erkennen. Wir dürfen jetzt einfach nicht den Fehler machen, übertrieben selbstbewusst zu sein, nur weil wir einige Spiele gewonnen haben. Ziel für unser Team muss es in dieser Saison sein, die Hauptrunde unter den ersten Vier zu beenden. Natürlich schielen wir auf die Meisterschaft, aber dafür ist es zu früh. Wenn wir unser primäres Ziel erreichen, haben wir eine gute Ausgangsposition für die Playoffs geschaffen. Und dort ist bekanntlich alles möglich.“ Der Mitteldeutsche BC hat als Aufsteiger in Bonn klar gewonnen und sich auch mit Quakenbrück einen harten Kampf geliefert. Warum ist dieses Team so schwer zu spielen? Darren Fenn: „Sie haben sehr gute Schützen in ihren Reihen und spielen sehr solide, machen nichts Verrücktes. Sie haben einen Plan, an den sie sich halten, ohne viele Fehler zu machen. Dazu kommen ein erfahrener Trainer und ein etwas unorthodoxer Spielstil, der es dem Gegner schonmal schwer machen kann. Ich denke nicht, dass ihre Siege glücklich waren. Wenn sie so weitermachen wie bisher, werden sie in diesem Jahr viele Spiele zu ihren Gunsten entscheiden können.“ Wie schätzt Du die Entwicklung der Beko Basketball Bundesliga ein? Wie viele Teams haben das Zeug dazu, um die Meisterschaft mitzuspielen und welche werden das sein? Darren Fenn: „Ich denke, die BBL wird von Jahr zu Jahr stärker. Mit Beko als Haupt- und Namenssponsor sowie dem TV-Partner DSF hat die Liga einen großen Schritt nach vorne gemacht in diesem Sommer. Die Spiele live im Free-TV verfolgen zu können, ist eine tolle Sache. Durch die hohe Anzahl amerikanischer Spieler verändert sich die Liga laufend, wird immer athletischer und Guard-orientierter. Abgesehen davon kannst du dir vor keinem Spiel sicher sein, dass du den Platz als Sieger verlassen wirst. Beste Beispiele dafür sind die enge Partie zwischen Gießen und Berlin oder das starke Auftreten des MBC bisher. Jede Begegnung ist ein Kampf. Was die Meisterschaft angeht, werden von Vielen sicher ALBA oder Oldenburg favorisiert. Ich denke zwar, es ist noch etwas zu früh, um Wetten zu platzieren, wer die entscheidende Serie im Juni gewinnt, aber man sollte die Artland Dragons in jedem Fall auf der Rechnung haben!“ |